Ein Denkmal für Martin Elsässer

25.08.2015

Ein Denkmal für Martin Elsässer

Professor Ariel Auslender und Fabian Luttropp realisieren eine Außenskulptur in Frankfurt/Main

Der Wandel des Frankfurter Ostends schreitet weiter voran. Mitte Juli wurde der neu gestaltete Martin-Elsässer-Platz in einer Feierstunde durch Vertreter_innen der Stadt Frankfurt und der Martin-Elsässer-Stiftung eingeweiht. Namensgeber des Platzes ist der Architekt und Frankfurter Stadtbaudirektor Martin Elsässer (1884-1957), der in den 1920er und -30er Jahren zahlreiche die Stadt prägende Bauten realisieren konnte. Darunter auch die 1928 in Betrieb genommene Großmarkthalle, die mittlerweile ein Teil des Neubaus der Europäischen Zentralbank ist. Die Neugestaltung der zuvor als Parkplatz genutzten Fläche zwischen Sonnemannstraße und Oskar-von-Miller-Straße zeichnet sich durch eine künstliche Absenkung der Platzfläche nach Norden hin aus. Diese wird durch Stützwände in für Elsässer typischem Mauerwerk zur Straße hin abgeschlossen. Im Herbst wird der Platz durch die Pflanzung von Bäumen komplettiert.

Gewürdigt wird Elsässers Frankfurter Schaffen durch ein von Prof. Ariel Auslender und Fabian Luttropp im Auftrag der Stadt entworfenes mehrteiliges Skulpturenensemble. Es besteht aus insgesamt elf Bronzeobjekten, die sich jeweils auf ein von Elsässer in Frankfurt realisiertes Gebäude beziehen. Jedes zeigt einen repräsentativen Grundriss des Gebäudes, aus dessen Form heraus sich wiederum die Gestalt des Objektes entwickelt. Die Skulpturen sind entsprechend der Lage der Gebäude in der Stadt auf dem Platz verortet und ergeben so, im Zusammenspiel mit einer in den Boden eingelassenen abstrahierten Darstellung des Mainverlaufs, eine Karte der Elsässer-Bauten in Frankfurt. Ergänzt werden sie durch zwei im Boden eingelassene Bronzeplaketten: Eine zeigt ein Porträt des Namensgebers, eine weitere markiert den Elsässer-Platz auf dem imaginären Stadtplan.

Auslender und Luttropp setzten sich mit diesem Entwurf bei einem im Mai 2012 ausgeschriebenen Wettbewerb gegen mehrere Mitbewerber durch, da ihr Denkmalentwurf in gelungener Weise mit der neuen Platzarchitektur in Dialog tritt und er die Bedeutung Elsässers für die Stadt eindrücklich vermittelt. In der Jury war neben Vertreter_innen verschiedener Dezernate der Stadt auch Dr. Konrad Elsässer, Vorsitzender der Martin-Elsässer-Stiftung und Großneffe des Frankfurter Stadtbaumeisters.

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