Neu am Fachbereich: Prof. Dr. Christiane Salge

23.01.2017

Neu am Fachbereich: Prof. Dr. Christiane Salge

Zum 01. Januar 2017 wurde die Kunsthistorikerin Dr. Christiane Salge auf die Professur für Architektur- und Kunstgeschichte berufen.

Prof. Dr. Christiane Salge
Dr. Christiane Salge

Im Fachgebiet wird den Studierenden ein Überblick über die Kunst- und Architekturgeschichte vom frühen Mittelalter bis zum Ende der Frühen Neuzeit gegeben, zudem erhalten sie fundierte Kenntnisse zu ausgewählten Bau- und Kunstwerken sowie deren kulturhistorischen Kontexten. Neben Vorlesungen und Seminaren spielt die unmittelbare Architekturanschauung und Raumerfahrung auf Exkursionen eine wichtige Rolle in der Vermittlung der Lehrinhalte. Zugleich sollen die Studierenden in den Seminaren an das wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben herangeführt werden.

Ihre bisherigen Forschungsschwerpunkte sind die Architekturgeschichte in Mitteleuropa, die Architekturtheorie sowie die Residenz- und Adelskultur in der Frühen Neuzeit. Weitere Aktivitäten betreffen die Architektur und Raumkunst in der Übergangsphase zwischen Historismus und Moderne sowie die Berlin-Brandenburgische Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts. In einem von der DFG finanzierten Projekt hat Christiane Salge sich zuletzt intensiv mit der Architektenausbildung an der Berliner Bauakademie um 1800 auseinandergesetzt. Zukünftig möchte sie sich mit dem Thema „Visualisierungsstrategien in der Architektur“ einen neuen Forschungsschwerpunkt aufbauen.

Christiane Salge wurde 1968 in Balingen (Baden-Württemberg) geboren. Sie studierte von 1988 bis 1995 Kunstgeschichte und Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Universität Wien und der Freien Universität Berlin, wo sie 2002 promovierte.

Berufliche Tätigkeit

  • 09/1995–08/1996
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin am interdisziplinären Drittmittel-Forschungsprojekt „Adelskultur der Frühen Neuzeit im Land Brandenburg“ (Universität Potsdam)
  • 12/1996–11/2001
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin
  • 08/2002–02/2003
    Wissenschaftliche Volontärin am Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum
  • 03/2003–07/2012
    Tätigkeit als Juniorprofessorin für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin
  • 04/2013–06/2013
    Stipendiatin der Stiftung Weimarer Klassik
  • 11/2013–10/2015
    Projektleiterin des DFG-Projekts „Baukunst und Wissenschaft –Architektenausbildung um 1800 am Beispiel der Berliner Bauakademie“ an der Freien Universität Berlin
  • 2016
    Wissenschaftliche Koordinatorin der Interdisziplinären Arbeitsgruppe „Historische Gärten im Klimawandel“ an der Berlin- Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Ausstellungen / Tagungen

  • Architekturtraktate im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis. Die Rara-Sammlung des Kunsthistorischen Instituts der Freien Universität Berlin
    Ausstellungsprojekt in der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin sowie Publikation eines Begleitkatalogs in Zusammenarbeit mit Studierenden des Kunsthistorischen Instituts (2007–2008)
  • August Endell. Architekt und Formkünstler (1871–1925)
    Internationale Tagung (23.–25. April 2010) am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin und Konzeption einer Kabinettausstellung mit Publikation zu August Endell im Bröhan Museum in Berlin (März–Mai 2012) in Zusammenarbeit mit PD. Dr. Gisela Moeller und Dr. Nicola Bröcker
  • Vom Baumeister zum Master. Formen der Architekturlehre vom 19. bis ins 21. Jahrhundert
    3. Forum Architekturwissenschaft, Freie Universität Berlin, 25.–27. November 2016 (in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Architekturwissenschaft, Prof. Dr. Carola Ebert, BAU Berlin, und Dr. Eva Maria Froschauer, Brandenburgische Technische Universität Cottbus)
  • Autodidakten, Werkstätten, Akademien – Architektenausbildung 1400–1850
    Sechstes architekturtheoretisches Kolloquium der Stiftung Bibliothek Werner Oechslin, Einsiedeln, 20.–23. April 2017 (in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Werner Oechslin, Dr. Anja Buschow-Oechslin und Dr. Martin Pozsgai, Einsiedeln, sowie Prof. Dr. Andreas Tacke, Universität Trier)

Publikationen (Auswahl)

Monographien

- Baukunst und Wissenschaft – Architektenausbildung um 1800 am Beispiel der Berliner Bauakademie (abgeschlossen 2017).

- Anton Johann Ospel. Ein Architekt des Österreichischen Spätbarock (1677–1756), hrsg. vom Liechtenstein Museum (= Wissenschaftliche Monographien des Liechtenstein Museum), München-Berlin-London-New York 2007.

Herausgeberschaft

  • Mit Jörg Haspel, Jessica Haensel und Kerstin Wittmann-Englert, Baumeister – Ingenieure – Gartenarchitekten (= Berlinische Lebensbilder Bd. 11), hrsg. von der Historischen Kommission zu Berlin, Berlin 2016.
  • Mit Martin Engel, Martin Pozsgai und Huberta Weigl, Barock in Mitteleuropa. Werke – Phänomene – Analysen (= Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte Bd. LV/LVI, 2006/07), Wien-Köln-Weimar 2007.

Aufsätze

  • Visualisierungsstrategien in der Architekturzeichnung um 1800: Friedrich Gilly und sein Entwurf für ein Theater in Stettin, in: Gilly – Weinbrenner – Schinkel. Baukunst auf Papier zwischen Gotik und Klassizismus, hrsg. Christian Scholl und Marion Hilliges, Göttingen 2016, S. 9-15.
  • - Von der Perspektivstudie zum Architekturbild: Friedrich Gilly und die Architektur-zeichnung um 1800, in: Die Quadratur des Raumes, Visualisierung von Architektur in Neuzeit und Moderne (Regensburger Studien zur Kunstgeschichte Bd. 19), hrsg. von Monika Melters und Christoph Wagner, Berlin 2016, S. 130-156.
  • Das Weimarer Bernhardzimmer als ernestinischer Memorialraum. Ein Werk des preußischen Architekten Martin Friedrich Rabe, in: Mens et Manus. Kunst und Wissenschaft an den Höfen der Ernestiner, hrsg. von Franziska Bomski, Hellmuth Th. Seemann und Thorsten Falk, Göttingen 2016, S. 263-283.
  • Aloys Hirt und die Berliner Bauakademie. „Bildung des Geschmacks muß der erste und letzte Zweck jeder Bauschule seyn“, in: Aloys Hirt in Berlin. Kulturmanagement im frühen 19. Jahrhundert, hrsg. von Astrid Fendt, Claudia Sedlarz und Jürgen Zimmer, Berlin-München 2014, S. 115-139.
  • Ästhetik versus Wissenschaft. Die Entwurfsausbildung an der Bauakademie in Berlin (um 1800), in: Sabine Ammon, Eva-Maria Froschauer (Hrsg.), Tagungsband Wissenschaft Entwerfen“. Vom forschenden Entwerfen zur Entwurfsforschung der Architektur (eikones Reihe – NFS Bildkritik), München 2013, S. 385-414.

Weiterführende Informationen
Fachgebiet Kunstgeschichte

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