Georg-Moller-Preis 2016

22.06.2016

Georg-Moller-Preis 2016

Vier Studentinnen ausgezeichnet

Seit 1989 lobt die Stadt Darmstadt in Erinnerung an das Werk Georg Mollers einen Preis für Studierende des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt aus. Ausgezeichnet werden Arbeiten mit Bezug zu Darmstädter Bau- und Planungsaufgaben. In diesem Jahr stammen die eingereichten Arbeiten aus der im Wintersemester 2015/16 gestellten Diplomaufgabe/Masterthesis „Hotel- Wohnen? – Eine neue Wohnform für Darmstadt“ des Fachgebiets Entwerfen und Wohnungsbau, Prof. Dr. Elli Mosayebi.

Aufgabe war es, ein Wohnhaus für das temporäre Wohnen im Kleinhaushalt am östlichen Mercksplatz zu entwerfen. Das Programm umfasst rund 100 Kleinwohnungen. Diese werden ergänzt durch ein großzügiges Raumangebot gemeinschaftlich genutzter Bereiche: Eine Lobby am Empfang, ein Restaurant, eine Kaffeebar, ein Waschsalon als Wohnzimmer, ein Fitnessraum, ein Kiosk und Carsharing-Autos decken die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bewohner ab.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wurden vier Preisträgerinnen ausgezeichnet.

Den mit 1.700 Euro dotierten 1. Preis erhielt Anna Schork.
Die Jury lobte die herausragende städtebauliche und landschaftliche Setzung des von ihr entworfenen langgestreckten Baukörpers. Hierdurch gelingt ihr eine Erweiterung des Parks bis zum Mercksplatz und die Schaffung einer klaren Kante zur Landgraf-Georg-Straße hin. Die gemeinschaftlich genutzten Räume öffnen sich im Erdgeschoss nach Süden zum Park hin und erhöhen so die Aufenthaltsqualitäten der Rudolf-Müller-Anlage. Überzeugend ist auch die Erschließung aller Wohnungen durch eine gemeinschaftlich genutzte, zweigeschossige «Wandelhalle», die hohe Varianz der Wohnungstypen und die gelungene Fassadengestaltung.

Anerkennungen (je 300 Euro) gehen an:

Rahel Mang
Ihr Entwurf zeichnet sich durch seine Eigenständigkeit aus. Der von ihr vorgeschlagene kompakte Baukörper schafft eine städtebauliche Verankerung zur Kreuzung Landgraf-Georg-Str./Pützerstraße. Durch 45°-Verdrehung wird eine optimale Ausrichtung und Belichtung der Wohnungen erreicht. Zudem lassen sich die Kleinwohnungen flexibel zu größeren Einheiten zusammen schalten.

Lisa Pantenburg
Der von ihr entworfene Baukörper schafft ein repräsentatives und monumentales städtebauliches Gegenüber zum Jugendstilbad. Ausgehend von einem Tonnengewölbe, das sich als Bogen- und Widerlagerstruktur abbildet, entwickelt sie zwei eigenständige Wohnungtypen und zwei unterschiedliche Fassadenseiten

Carmen Zischke
Ihr Entwurf einer hohen, quergerichteten Wohnscheibe bildet einen selbstbewussten städtebaulichen Abschluss der Rudolf-Müller-Anlage. Die Kleinwohnungen sind beidseitig an zweigeschossige Stadtloggien angeschlossen. Diese dienen als identitätsstiftende Räume für die Wohngemeinschaft.

Herzlichen Glückwunsch!

Ihre und weitere ausgewählte Entwürfe werden noch bis zum 19.07.2016 im Foyer der Sparkasse am Luisenplatz in Darmstadt präsentiert.

Weiterführende Informationen:

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