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Jacob Wilhelm Mengler Preis 2009: „Dach(t)raum“

Die Preisträgerin
Eun-A Kim

Die Begründung der Jury
Der Umbau eines 50er Jahre Hauses mit steilem Satteldach eröffnet einen plausiblen Lösungsansatz: Eine energetische Sanierungsmaßnahme wird dazu genutz, auch Gewinne bei der Hauptnutzfläche im Dachgeschoss zu ermöglichen. Durch Neu- interpretation des Themas Dachgaube werden nicht nur Energie- sondern auch Flächengewinne und räumliche Verbesserungen möglich.
Das vorgeschlagene Umbaukonzept könnte beispielhaft für die energetische Sanierung eines weit verbreiteten Wohnungstypus gelten. Die Vorstellungen sind detailreich dargestellt und münden in eine eigenständige Gestaltung.


Eun-A Kim über ihren Entwurf
Der „Dach-t-raum“ definiert sich über den Zwischenraum, der das Obergeschoss mit dem Erdgeschoss verbindet. Er entsteht über die von oben durch den Dachstuhl geschobenenund scheinbar schwebenden Kuben, welche das OG bilden und sich in der Ansicht des Gebäudes wie große Gauben artikulieren. Der Kubus ist ein für den Entwurf bedeutendes Element. Er bildet zum einen die Individualräume und zum anderen verleiht er dem gesamten Wohnraum eine spezielle Atmosphäre. Es entsteht eine dynamische Einheit, in der ein Wechselspiel zwischen hohen und niedrigen Räumen stattfindet. Der Grundriss wurde so konzipiert, dass die Erschließungsfläche im Obergeschoss kleinstmöglich bleibt um die Wirkung von „Hoch“ und „Niedrig“ zu maximieren.