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Jacob Wilhelm Mengler Preis 2008 / Lobende Erwähnung: „Darmstädter Rauminterventionen“

Preisträgerin
Dina Hermann

Die Begründung der Jury
Auf der Suche nach Möglichkeitsräumen in Darmstadt stellt sich dieser Entwurf der Neugestaltung einer Unterführung in der Schützengasse. Mit einer temporären Installation soll der Nicht-Ort wieder in das Bewusstsein der Anwohner und Passanten zurückfinden. Ein Stück ungeliebter Verkehrsinfrastruktur wird mit der Errichtung einer Kaffee-Bar / Lounge wieder zurückerobert. Für einen befristeten Zeitraum, z.B. im Rahmen des Darmstädter Architektursommer wird die Nacht hier zum Tag gemacht. Eine raumbildende Struktur überformt den vorhandenen Verkehrsraum zu einem fließenden Raumkontinuum, in welchem in weichen Übergängen Sitznischen, Barinsel und Ablagen integriert werden. Die Installation aus geschichtet montierten Kunststoffplatten wird hinterleuchtet und soll entfernt an Sedimentgestein erinnern. Die Struktur fließt bis in den Stadtraum, formt hier weitere Sitzgelegenheiten und markiert die Eingänge. Die Arbeit zeigt große gestalterische Sicherheit und eine glaubwürdige Lösung für Aufenthaltsqualitäten an einem schwierigen Ort.

Dina Hermann über ihr Konzept
„Mein Entwurf, der sich mit Unterführungen, deren Wirkung und deren Nutzungbeschäftigt, habe ich mich vor allem mit dem Umstand auseinandergesetzt, dass Unterführungen meist „ungenutzte“ Wegeräume sind, die häufigein unangenehmes Gefühl hervorrufen.Deshalb war es meine Herangehensweise die Unterführung an der Schützenstrassezu beleben und zu aktivieren. Sie zu verwandeln.“