mengler09_eins40_mehr

Jacob Wilhelm Mengler Preis 2009 / Lobende Erwähnung: „eins40“

Preisträger
Katharina Kral und Timur Dogan

Unser Konzept
Ziel ist es, im städtischen Umfeld eine kompakte Wohnform zu entwickeln, die flexibel auf die Anforderungenvon studentischem Wohnen reagieren kann und auch öffentliche Nutzungen beherbergt. Wichtige Parameter sind hierbei die Ausformulierungder Zwischenräume als variable Schicht sowie die Schwellen zwischen privat und öffentlich.

Da uns als Studenten diese Thematik direkt betrifft haben wir uns dafür entschieden, auch ein Grundstück in unserem unmittelbaren Umfeld zu wählen. Eine Baulücke im Darmstädter Martinsviertel schien uns als besonders geeignet, da dies eine sehr attraktive Wohngegend im innerstädtischen Gebiet ist.

Das Studentenwohnen ist immer mit einem hohen Grad an Fluktuation verbunden. Um das Zusammenwohnen flexibel zu gestalten und frei zu entscheiden, welcher Wohngemeinschaft man angehören möchte, sind die individuellen Wohneinheiten inzwei Geschossen an verschiedene Gemeinschaftsbereiche angebunden. Auf diese Art und Weise können sich bis zu vier Studenten zu einer Wohngemeinschaft zusammenschließen. Es sind aber auch Appartments für nur eine Person möglich, die dementsprechend den Gemeinschaftsraum alleine belegt und so mehr Raum zur individuellen Nutzung zur Verfügung hat.

Das räumliche Konzept sieht eine Minimierung der individuellen Wohnbereiche vor. Sie werden streng nach ihren Funktionen gegliedert und flächenmäßig optimiert. So entstehen sehr schmale Räume die aufgrund ihrer vertikalen Verknüpfung hohe Raumqualität aufweisen und den Nord-Süd-orientierten Wohneinheiten beidseitige Belichtung ermöglichen. Die Möbel sind integraler Bestandteil der Wohneinheiten.

Um in dem belebten Umfeld eines Studentenwohnheimes ausreichend Privatsphäre zu gewährleisten, was vor allem für den privaten Bereich des Schlafraumes relevant ist, werden Oberlichter eingesetzt. Diese sorgen für die ausreichende Belichtung des Raumes ohne unmittelbare Einsehbarkeit von außen zu verursachen.

Die Gemeinschaftsräume öffnen sich großzügig zu dem südlich angegliederten Grünraum. Sowohl dieser als auch die Laubengänge an der Nordseite des Wohnriegels dienen dem Austausch der Studentenuntereinander.