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Prof. Dr. Ernst-Joachim Völker

Ernst Jochim Völker , geboren 1934-06-07, besuchte bis zum Abitur 1954 die Schule in Wismar. Danach studierte er Nachrichtentechnik und Musik an der Technischen Universität und an der Musikhochschule in Berlin, wo er 1961 das Diplomexamen ablegte. Die Verbindung mit der Musik führte ihn zum Hessischen Rundfunk nach Frankfurt am Main. Hier arbeitete er 17 Jahre als Akustiker und war als Planer am Bau der Hörfunk und Fernsehstudios sowie des Konzertsaales beteiligt. 1979 gründete er das IAB, Institut für Akustik und Bauphysik, das aus seinem Ingenieurbüro hervorging, mit dem Ziel, eine anerkannte Mess- und Prüfstelle aufzubauen. Zugleich begann er seine Lehrtätigkeit an der Technischen Universität in Darmstadt und wurde 1989 zum Honorarprofessor ernannt. 1996 promovierte Prof. Völker an der Technischen Universität Berlin mit einer Arbeit über Abhörbedingungen in Regieräumen. Seit 1968 ist er öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Bauphysik, Schallschutz und Elektroakustik. Die Tätigkeit hat sich über das Land Hessen hinaus vergrößert, seit 2002 auch auf den Kammerbezirk Mecklenburg-Vorpommern. In Wismar entstand ein Zweitbüro des IAB.

Das IAB wurde 1994 Eignungsprüfstelle im bauaufsichtlichen Genehmigungsverfahren nach DIN 4109, Schallschutz im Hochbau. Diesem folgte 1997 die Anerkennung als Prüfstelle zur Erstellung allgemeiner bauaufsichtlicher Prüfzeugnisse. Prof. Völker ist Mitglied des Normausschusses für Materialprüfung NMP und vertritt Deutschland in internationalen Normungsgremien des CEN und der ISO.

Mitgliedschaften bestehen in DEGA, VDI, BVS, Inter Expert, Feani, AES, VDT, FKTG, Ingenieurkammer Hessen und Mecklenburg Vorpommern. Führungsaufgaben wurden übernommen in der DEGA als Fachaussehußvorsitzender Elektroakustik und in der AES im Convention Committy München und als Chairman der Section Mitte in Deutschland.

In den Jahren der wissenschaftlichen Arbeit entstanden 219 Veröffentlichungen, die überwiegend mit Fachvorträgen auf Veranstaltungen oder Kongressen verbunden waren. In der Darmstadter Lehrtätigkeit gab es bisher 652 Studentenarbeiten und über 1200 Diplomprüfungen im Wahlfach Bauphysik und Bauschadensanalysen.

Bei der akustische Beratung sowie Forschungsarbeit in der Raumakustik hat sich die Kombination von Physik und Musik als sehr hilfreich erwiesen, z.B. beim Bau von Konzertsälen, Rundfunkstudios und Mehrzweckhallen.