BEST OF | Studienprojekte
Hier präsentieren wir eure Arbeiten – geniale, aussergewöhnliche, beeindruckende und inspirierende – aber auch mal schräge… Entwürfe, Übungen, Stegreife, Seminararbeiten – wir zeigen, was wirklich gut ist!
FEBRUAR 2013
BEST OF Diplom / Master of Science Architektur Wintersemester 2012|2013"
Thema „Parkhouse“, Entwerfen und Raumgestaltung bei Prof. Jessen
Thema dOCUMENTUM (13), Entwerfen und Energieeffizientes Bauen bei Prof. Hegger
Das „Parkhouse“ am Messplatz Basel stellt eine komplexe Aufgabe typisch zeitgenössischer Prägung dar, in der ein städtebaulich und architektonisch unter Druck geratenes Grundstück quasi als Sanierung und Aufwertung eine extreme bauliche Verdichtung erfahren soll. Der äußerst heterogene, heute vorgefundene Kontext weist alle vorstellbaren Maßstäbe und Baustile auf. Die Kombination der zwei Hauptnutzungen Messeparking und städtisches Wohnen verlangte nach einem funktionalen und räumlichen Szenario, mit dem sich nach Abriss des bestehenden Parkings ein klarer Mehrwert für das neue Messezentrum schaffen lässt.
„Turm und Parkhaus werden als zwei eigenständige Körper erachtet. Sie verschneiden sich jedoch partiell und zeigen so ihre Zusammengehörigkeit. Das Parkhaus, als dem Verkehr zugehörig, entwickelt sich in der Horizontalen, tritt bis an die Straße heran und äußerst sich mit der Spindel im Südwesten des Grundstückes klar als solches. Das Wohnhaus dehnt sich als Turm in die Vertikale aus und bildet seine Adresse am Park.“ (Corinna Fischer, 2013)
„Auf der Ebene des Passanten wird der lenkenden Auskragung des Messeturms ein Gegenüber hinzugefügt, während die beiden Solitäre im städtebaulichen Maßstab nun als Ensemble funktionieren, ohne die bestehenden Gebäude in ihrer Eigenständigkeit zu beschneiden. Dabei dient das Erdgeschoss als Vermittler sowohl zwischen der ruhigen Grünfläche und dem regen Messeplatz im umliegenden Außenraum als auch zwischen der Wohnnutzung und dem Parken in der dem Entwurf eigenen Struktur.“ (Constanze Gräff, 2013)
„Der erste Kontakt des Besuchers ist die Großgarage. Hier findet sich ein massiv ausgebildeter Sockel, der den transformativen Prozess von Auto zu Fußgänger einleitet. (…) Um die verlorene Ästhetik alter Garagenpaläste wieder aufleben zu lassen, wird im Parkhaus besonderes Augenmerk auf die Gestalt des Rampenraumes, des Bodenbelages und der Ausformulierung der Decke gelegt.“(Dennis Knabe, 2013)
dOCUMENTUM (13): Aufgabe war die Planung eines documenta- und Kulturzentrums in Kassel. Die einzelnen Bausteine sind das documenta-Archiv, die documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH, eine documenta Akademie und das Kulturzentrum Dock 4. Die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Museum Fridericianum gelegene ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule, die zurzeit bereits das Archiv und das Kulturhaus beherbergt, sollte umgebaut und erweitert werden.
„Das städtebauliche Konzept sieht einen Neubau vor, der sich an die Schule anbindet und das Ensemble zu einem Blockrand vervollständigt. Es entsteht ein halböffentlicher Innenhof, der das neue Gefüge auf einer Ebene verbindet. Der Schulteil an der „Unteren Karlsstraße“ bleibt in seiner Struktur erhalten, während sich der zweite Flügel mit dem Neubau verbindet. Die Dachform passt sich an die giebelständige Nachbarschaft an und vermittelt zwischen den Gebäudehöhen.“ (Kerstin Gruber, 2013)
„Die Aufgaben des Kulturzentrums lassen sich in vier grundlegende Bausteine eingrenzen, welche auf unterschiedlichste Weise ineinander greifen: Baustein 1 das documenta-Archiv, Baustein 2 die documenta und das Museum Fridericianum, Baustein 3 die documenta-Akademie und Baustein 4 das Kulturhaus Dock 4. (…) Das entstehende Kulturzentrum soll der Öffentlichkeit zugängliche Bereiche, aber auch geschlossene Archivbereiche für Mitarbeiter, jungen Künstlern und kunsthistorisch Interessierten beherbergen.“ (Patrick Pick, 2013)
„So wie ein Archivbesuch eine Zeitreise ist, so kann auch das Gebäude selbst Bezug auf Vergangenes nehmen. Der Entwurf liest die Spuren der Vergangenheit um sie wieder aufzunehmen. Die Stadtmauer, deren wenige Reste in Sichtweite liegen, wird neu interpretiert (…) Die Neuinterpretation der Historie verweist durch subtiles Durchschreiten auf die ehemalige Stadtgrenze und der Archivbau wird selbst Archivgut der in Vergessenheit geratenen Stadtgeschichte.“ (Marcos Silva Mirra, 2013)
Falls hier präsentierte Studierende (in alphabetischer Reihenfolge) wider Erwarten ihre Arbeiten NICHT präsentieren wollen, bitten wir um kurze Nachricht an presse@architektur.tu-darmstadt.de