Anschubförderung „Seed Fund“ am Fachbereich Architektur

10.05.2016

Anschubförderung „Seed Fund“ am Fachbereich Architektur

Ergebnis der ersten Ausschreibungsrunde SoSe 2016

Am 30. März 2016 endete die Einreichungsfrist für die erste Ausschreibungsrunde des Pilotprojektes „Seed Fund“ am Fachbereich Architektur. Durch dieses neue Förderinstrument soll die Phase der Antragstellung für Drittmittelprojekte unterstützt werden. Die Förderung ist stellenbasiert. Vergeben werden in zunächst zwei Ausschreibungsrunden je drei 50%-Stellen für jeweils sechs Monate. Gefördert werden Antragstellungen auf konkrete Förderformate von Drittmittelgebern mindestens in Höhe einer Sachbeihilfe im DFG-Normalverfahren (ca. 150.000€). Finanziert wird die Förderung in der Pilotphase aus Sondermitteln des Präsidiums der TU Darmstadt.

Mitte April entschied die Jury über die 15 eingegangenen Anträge.
Mitglieder der Jury waren:

  • Prof. em. Dr. Christof Dipper (FB 02, Forschungsmentor)
  • Prof. em. Dr.-Ing. Dietmar Groß (FB 13, Forschungsmentor)
  • Dr. Christof-Matthias Neubrand (Forschungsdezernat der TU Daramstadt)
  • Prof. Dr. Carsten Ruhl (Kunstgeschichte, Universität Frankfurt)
  • Dr. Marcel Schweiker (Fakultät für Architektur des Karlsruher Instituts für Technologie).

Mit der Zusage einer 50%-Stelle für sechs Monate zur Ausarbeitung eines Antrags wurden drei Bewerber*innen ausgezeichnet:

M.Sc. Eva Mitterwieser (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Entwerfen und Wohnungsbau), Dipl.-Ing. Benjamin Trautmann (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Entwerfen und Gebäudetechnologie) und Dipl.-Ing. M.Sc. Steffen Wurzbacher (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Entwerfen und nachhaltiges Bauen)

Eva Mitterwieser untersucht in ihrem Forschungsprojekt „Wie wohnen wir? Die räumliche Entwicklung der Wohnung in Frankfurt am Main von 1947-2013“ die Wechselwirkungen von Änderungen von Grundriss und Wohnungsmerkmalen in und gesellschaftlichen Wandlungsprozessen. Das Forschungsprojekt basiert auf den detaillierten Mietspiegelerhebungen der Stadt Frankfurt und wird in Kooperation mit dem Institut Wohnen und Umwelt, Darmstadt durchgeführt.

Steffen Wurzbachers Forschungsprojekt „Urban Energy Resources – Simulation Model (UER)“ sieht die Entwicklung einer Simulationsmethodik zur energetischen Vernetzung von Siedlungsstrukturen vor. Ziel des Projekts ist die Konzeption und Programmierung eines Softwaretools zur Simulation aller wesentlichen urbanen Energie- und Stoffströme, das es ermöglicht energetische Maßnahmen und deren Auswirkungen unmittelbar zu bewerten und miteinander zu vergleichen. Das Herz des Simulationsmodells bildet das „Vernetzungsmodell“, welches die Entwicklung von Energieversorgungskonzepten mit unterschiedlichen Systemen und Systemkomponenten erlaubt.

Benjamin Trautmann untersucht in seinem Forschungsprojekt „Kreislaufwirtschaft im Bauwesen: Materialwende und die Auswirkungen auf die Architektentätigkeit“ inwieweit die Nutzung von Sekundär- und Recyclingmaterialien aus Gebäuden für einen Teil des Ressourcenbedarfs bei Neu-, Umbau und Sanierungsaufwendungen zu einer Umorientierung der Architektentätigkeit hinsichtlich der Entwurfs- und Planungsparadigmen führen. Das Ziel des Forschungsprojekts ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise des veränderten architektonischen Betätigungsfeldes, seiner gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Relevanz und der potentiellen Messbarmachung neuer Paradigmen innerhalb dieses Feldes.

Die Juroren lobten die hohe Qualität und Vielseitigkeit der eingegangenen Anträge und raten denjenigen, die in diesem Semester nicht berücksichtigt werden konnten, ihre Anträge weiterzuentwickeln und diese in der zweiten Förderrunde im WiSe 2016/17 erneut einzureichen. Außerdem ermutigen sie alle anderen Interessierten, dieses vielversprechende Format zu nutzen.

Informationen über den „Seed Fund“ sind über die Forschungskommission (Vorsitz Prof. Dipl.-Ing. M. Arch. Anett-Maud Joppien) erhältlich.

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