Dohna-Schlodien – Ein virtueller Ausstellungskatalog

19.07.2016

Dohna-Schlodien – Ein virtueller Ausstellungskatalog

Fachgebiet Digitales Gestalten schließt Rekonstruktionsprojekt ab

Am Fachgebiet Digitales Gestalten (Prof. Dr. Oliver Tessmann) ist das internationale Projekt „Dohna-Schlodien – ein virtueller Ausstellungskatalog“ erfolgreich beendet worden. Ziel des Projektes war die digitale Rekonstruktion des zerstörten Schlosses Dohna-Schlodien im ehemaligen Ostpreußen (nahe dem Ort Gładysze, Polen), um die Geschichte dieses kulturellen Erbes immateriell zu sichern.

Neben der Rekonstruktion der baulichen Elemente des Schlosses im Innen- und Außenraum wurde auch die so genannte Oral History dokumentiert. Gemeinsam mit der Zeitzeugin Elisabeth Dreischhoff, geb. Gräfin zu Dohna-Schlodien, wurde das Leben im Herrenhaus und auf dem Landsitz aufgearbeitet. Frau Dreischhoff hat hierbei mit ihren sehr persönlichen Geschichten ein wunderbares Bild ihres Lebens vor der Flucht im Jahre 1945 gezeichnet.

Die gesammelten Informationen, Quellen und Mitschnitte der Interviews mit Frau Dreischhoff wurden mittels der am Herder-Institut Marburg entwickelten digitalen Infrastruktur WissKi SOUR mit den digitalen Rekonstruktionen ausgesuchter Innenräume verknüpft, um so auf eindrückliche Weise das Wissen um diese fast vergessene Kulturregion zu sichern und zu dokumentieren.

Das von April 2015 bis März 2016 laufende Projekt wurde am FG Digitales Gestalten von Dr.-Ing. Mieke Pfarr-Harfst geleitet. Unterstützt wurde sie von Dipl.-Ing. Jochen Backes. Die Rekonstruktion des Schlosses Dohna-Schlodien ist ein begleitendes Drittmittelprojekt des vom Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg initiierten Forschungsprojektes „Virtuelle Rekonstruktion von Barockschlössern im ehemaligen Ostpreußen“. Die im Auftrag des Herder-Institutes vom Institut für Raumdarstellung in Frankfurt am Main erstellten Architekturmodelle wurden im Detail vertieft und um die Innenausstattung ergänzt. Weitere Projektpartner waren die Universitäten in Warschau und Poznan. Gefördert wurde das Projekt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Die Ergebnisse wurden u.a. sowohl auf der digitalen Infrastruktur WissKi SOUR als auch in der TV-Dokumentation „Unsere Geschichte – Ostpreußens vergessene Schlösser“ des Norddeutschen Fernsehens veröffentlicht.

Weiterführende Informationen:

Fachgebiet Digitales Gestalten

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