Center for Critical Studies in Architecture (CCSA)

Plakat der Ausstellung. Die Ausstellungsdauer wurde bis zum 16. März 2019 verlängert.

Im Oktober 2017 gründete sich das Center for Critical Studies in Architecture (CCSA), ein Forschungsverbund der Technischen Universität Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Deutschen Architekturmuseums (DAM). Prof. Dr. Christiane Salge ist Gründungsmitglied des CCSA und Stellvertretende Sprecherin.

Ziel des Forschungsverbunds ist es, Absolventinnen und Absolventen, aber auch Studierende der Architektur, des Städtebaues, der Kunstgeschichte sowie der Sozial-, Kultur- und Medienwissenschaften in gemeinsamen Veranstaltungen zusammenzubringen und so der Interdisziplinarität und Vielschichtigkeit der Architektur gerecht zu werden. Mit dem Center soll dem Wissenschaftlichen Nachwuchs in der Rhein-Main-Region, aber auch darüber hinaus, eine Plattform gegeben werden, um die eigenen Forschungen zu präsentieren und mit einem interdisziplinär besetzten Fachpublikum zu diskutieren. Hierzu werden am DAM unterschiedliche Seminare, Workshops, Colloquien, Ausstellungen, Vorträge und Tagungen abgehalten, in denen die Teilnehmer*innen architekturwissenschaftliche Forschung mit kuratorisch-medialen Kompetenzen verbinden kann.

So wurden vom CCSA seit 2017 schon mehrere Vortragsreihen veranstaltet (Architektur, System, Ordnung; Bauhaus Lectures I und II) und innovative Lehrformate für Studierende der Kunstgeschichte, der Architektur und der Curatorial Studies angeboten (z.B. Archiv und Architektur, Bauhaus/Architektur – Rezeption, Migration, Kritik). [http://criticalarchitecture.org/workshop-archiv/ ] Im Wintersemester 2018/19 haben Studierende beider Universitäten mit Material aus dem im DAM befindlichen Nachlass des Architekten, Darmstädter Hochschullehrers und Preisrichters Max Bächer eine Ausstellung sowohl inhaltlich wie gestalterisch konzipiert. In jedem Semester findet zudem ein gemeinsames Doktorandencolloquium statt. Das CCSA hat auch eine eigene Schriftenreihe aufgelegt, die CCSA Topics.

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(Christiane Salge)

LOEWE-Schwerpunkt „Architekturen des Ordnens“

Ausgehend von der Zusammenarbeit im CCSA haben Carsten Ruhl und Christiane Salge gemeinsam mit acht weiteren Professoren und Professorinnen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, der TU Darmstadt sowie dem Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte und dem DAM als außeruniversitären Partnern den interdisziplinären und vom Land Hessen finanzierten, auf vier Jahre angelegten LOEWE-Schwerpunkt „Architekturen des Ordnens“ eingeworben, der Anfang des Jahres 2020 seine Arbeit aufgenommen hat. Der Schwerpunkt besteht aus 26 Mitgliedern und widmet sich der Untersuchung von Architektur als einer Kulturtechnik, welche sich sowohl ästhetisch, materiell, räumlich, diskursiv als auch epistemologisch manifestiert.

Dementsprechend ist er nicht nur an der Einflussnahme der Architektur auf gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftlich-technische Praktiken der Ordnungsherstellung interessiert, sondern ebenso daran, wie architektonische Ordnungspraktiken durch Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft beeinflusst werden. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Frage, wie diese beiden Sphären interagieren. In Hinblick auf die interdisziplinäre Natur dieses Anliegens, vereint das Projekt architekturhistorische und -theoretische Expertisen, mit geschichts-, kultur- und medienwissenschaftlichen, soziologischen und entwurfstheoretischen Kompetenzen, die durch Perspektiven aus der architektonischen Entwurfs- und Medienpraxis ergänzt werden.

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(Christiane Salge)