News für Studierende (Details)

14.07.2017

Mehrheiten und Minderheiten am Fachbereich Architektur und in der Berufspraxis

DAM Ausstellung 2017/2018 „Frau Architekt“ – Begleitprogramm

Anlässlich der Ausstellung “Frau Architekt”, die ab Herbst am Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt gezeigt wird, geben verschiedene Fachgebiete des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt Forschungsmodule heraus, die Frauen und andere Minderheiten in der Architektur sowohl in der Praxis als auch an der Universität in den Fokus nehmen. Studierende sind auch herzlich dazu eingeladen eigene Themenstellungen zu diesem Fokus zu bearbeiten.

FG Entwerfen und Städtebau
Prof. Dr. Nina Gribat

Schon seit vielen Jahren ist das Geschlechterverhältnis zwischen Männern und Frauen am Fachbereich Architektur ausgeglichen. Das war nicht schon immer so. Vor einigen Jahrzehnten waren die Männer noch stark in der Überzahl. Unter den Professor_innen sind sie es immer noch. Wie hat sich das Geschlechterverhältnis über die Jahre geändert? Welche anderen Minderheiten z.B. bezüglich des sozialen Hintergrunds gibt es heute am Fachbereich? In der Berufspraxis kommt in den letzten Jahren zunächst eine ausgeglichene Anzahl von Männern und Frauen an, nach nur wenigen Jahren verschiebt sich dieses Verhältnis aber zugunsten der Männer. Woran liegen diese Verschiebungen? Ziehen sich die Frauen von selbst zurück oder werden sie direkt oder indirekt zum Rückzug ermutigt? Welche anderen Prozesse der Auslese lassen sich beobachten?

In diesem Forschungsmodul sollen sowohl verfügbare quantitative Daten zum Geschlechterverhältnis an der Universität und in der Berufspraxis sowie zur sozialen Struktur der Studierenden und Beschäftigten aufgearbeitet und kontextualisiert werden, sowie qualitative Daten erhoben und ausgewertet werden. Auf diese Weise soll zunächst ein grafisch ansprechender Überblick über historische und gegenwärtige Daten, Zahlen und Fakten geschaffen werden. Im nächsten Arbeitsschritt sollen Erklärungen für diese Verhältnisse mittels einer Analyse von selbst erhobenen qualitativen Daten geschaffen werden.
Die Ausarbeitung erfolgt in Form von grafischen Darstellungen und Texten. Es ist geplant, die Ergebnisse in geeigneter Form zu veröffentlichen.
Die Bearbeitung kann in einer oder mehreren Zweiergruppen erfolgen.

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