Körper + Raum für die Lichtwiese

Körper + RAUM für die Lichtwiese

Interdisziplinäre Projektwoche der Fachbereiche Architektur, Geschichte, Mathematik und Physik sowie der HDA im Sommersemester 2019

08. – 12. April 2019
Abschlusspräsentation: Fr., 12.04., 9–17 Uhr, Galerie 1. OG

Aufgabenstellung

Ziel Ihrer Arbeit in der interdisziplinären Gruppe ist es, für einen zugelosten Raum gemeinsam ein Konzept für eine räumliche Konstellation zu entwickeln und diese aus einem einzigen Material zu bauen, sodass diese Umsetzung körperlich erfahrbar wird: ein KörperRAUM. Basis Ihrer Konzeption ist eine Text- oder Bildquelle. Sie wählen in der Gruppe aus, welche Aspekte der Quelle Grundlage für Ihren Entwurf werden. Auch entscheiden Sie als Gruppe, mit welchem Material Sie Ihre Konzeption umsetzen. Wichtig: Der KörperRAUM soll aus einem einzigen Material gebaut werden, ein zweites Material zur Fügung ist akzeptabel, sollte aber den Raumeindruck nicht beeinflussen. Zur Verfügung stehen Ihnen 35 Euro. Dokumentieren Sie Ihren Arbeitsprozess über eine Fotoreihe der bearbeiteten Raumsequenz, aus der Ihre Konzeption eindeutig hervorgeht. Am Ende der Projektwoche findet die Begehung aller Räume statt. Bereiten Sie dafür eine Präsentation vor, in der Sie Ihren gemeinschaftlichen Arbeitsprozess reflektieren. Binden Sie darin Ihre Fotoreihe ein.

Tipps und Hinweise zur Umsetzung:
- Erleben Sie Ihren zugelosten Raum innerhalb der interdisziplinären Gruppe und analysieren Sie ihn auf seine Besonderheiten, Potentiale und Defizite. Ihre spätere Konzeption vereint im Idealfall alle Fachdisziplinen/-perspektiven miteinander.
- Beschäftigen Sie sich mit dem Text-Bild-Paket in der Gruppe und allein. Lesen Sie in verschiedenen Situationen und an verschiedenen Orten. Diskutieren Sie Ihre Eindrücke und wählen Sie gemeinsam innerhalb des Text-Bild-Pakets einen Fokusbereich.
- Sie entscheiden gemeinsam, was für Sie bei der Erstellung Ihrer Konzeption und weiteren Arbeit hilfreich ist.
- Finden Sie in der Gruppe ein Material für die Konstruktion, das zu Ihren bisherigen Überlegungen, zum Raum und zur Quelle passt. Loten Sie die dem Material inhärenten Qualitäten des Fügens aus, um sein tektonisches Potential auf die Prinzipien der Konstruktion anzuwenden.
- Der KörperRAUM wird als erfahrbarer Raum verstanden, als Konstellation, die durch Oberflächen, Strukturen, Proportionen usw. gestaltet ist, nicht als Objekt. Es soll möglich sein, den KörperRAUM mit verschiedenen Sinnen körperlich zu erfahren.
- Beachten Sie die Energie- und Materialeffizienz und dass die KörperRAUM vollständig reversibel ist.

Die Idee der Projektwoche

Dem Leitgedanken „Kompetenzentwicklung durch interdisziplinäre Vernetzung“ folgend, lädt das Projekt.Eins Studienanfänger/innen dazu ein, in der gemeinsamen Arbeit an einer komplexen, aktuell relevanten Problemstellung Einblicke in die Arbeitsmethoden der beteiligten Disziplinen Architektur, Geschichte, Mathematik und Physik zu erhalten. Eine solche interdisziplinäre Zusammenarbeit zu Beginn des Studiums stärkt die Identifikation der Studierenden mit dem eigenen Studienfach, steigert ihre Fachkompetenz und ihr Selbstverständnis als Vertreter/innen ihrer Disziplin. 

Betreut und unterstützt wird die Projektwoche durch die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle (HDA) im Rahmen von „KIVA V – Interdisziplinäre Projekte in der Studieneingangsphase“.

Die Organisation der Projektwoche

Die interdisziplinäre Projektwoche „Projekt.EINS“ für Studierende in der Studieneingangsphase wurde 2013 am Fachbereich Architektur durch das Fachgebiet Plastisches Gestalten etabliert und ist seit 2015 unter der Federführung des Fachgebiets Entwerfen und Raumgestaltung, Prof. Anna Jessen / Prof. i.V. Erika Fries. Dem Leitgedanken „Kompetenzentwicklung durch interdisziplinäre Vernetzung von Anfang an“ folgend, lädt das Projekt.EINS Studierende dazu ein, bei der gemeinsamen Arbeit an einer komplexen, aktuell relevanten Problemstellung Einblicke in die Arbeitsmethoden der beteiligten Disziplinen Architektur, Mathematik, Physik, Sprachwissenschaft und Geschichte zu erhalten. Die Studierenden erleben sich als Vertretung ihrer Disziplin, entwickeln im Kontrast und in der Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen ein reflektiertes Verständnis für ihre eigene fachspezifische Herangehensweise und stärken so bereits zu Beginn des Studiums die Identifikation mit dem eigenen Studienfach und ihre Fachkompetenz. Die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle betreut und unterstützt die Projektwoche im Rahmen von „KI2VA Studienprojekte“ mit dem Ziel der Förderung des studentischen Engagements und interdisziplinärer Zusammenarbeit an der TU Darmstadt.

Im interdisziplinären Projekt.EINS 2019 setzen sich die Studierenden der unterschiedlichen Fachbereiche mit der Beziehung zwischen Körper + Raum auseinander. Die psychologische, emotionale Wirkung unserer Umwelt – ob visuell, auditiv, haptisch oder kinästhetisch – beeinflusst unseren Alltag auf vielfältige Weise und bietet ein facettenreiches Fokusgebiet für interdisziplinäre Untersuchungen.