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FAQs – Frequently Asked Questions

Die Antworten auf die folgenden, häufig gestellten FAQs („Frequently Asked Questions“) zum Thema Architekturstudium wurden zusammengestellt und beantwortet von Studienkoordinator Meinrad von Engelberg (Stand: August 2019)

Ja, 6 Wochen Baupraktikum (möglichst bereits absolviert, aber kein Zulassungskriterium! Nachweis sollte möglichst in der ersten Semesterwoche vorgelegt werden). Das Baupraktikumkann im Bauhaupt- oder Nebengewerbe (also auch: Bauschreiner, Zimmermann, Installateur, Putzer, Maler, Elektriker etc.) absolviert werden, NICHT JEDOCHIM ARCHITEKTURBÜRO. Eine Bescheinigung über die Gewerke bzw. Tätigkeiten und die Zeitdauer genügt, ein Bericht oder Zeugnis ist nicht erforderlich.

Studienbeginn für das Bachelorstudium ist immer nur zum Wintersemester (Oktober) möglich. Die Bewerbung muss aber bis spätestens zum 15. Juli erfolgt sein, und zwar ausschließlich online unter

www.tu-darmstadt.de/studieren/bewerben/

Ja, aber das gilt für alle deutschen Hochschulen. Bis 2010 mussten überall die neuen Studiengänge Bachelor und Master eingeführt sein. Zusammen sind sie genauso viel „wert“ wie der alte Dipl. Ing., aber sie sind dafür europaweit / weltweit gebräuchlich, so dass das Wechseln z.B. ins Ausland während des Studiums leichter fällt.

Das BA-Studium dauert drei Jahre (das alte Diplomstudium dauerte fünf Jahre). Der Bachelorabschluss ist „berufsqualifizierend“, d. h. man hat ein anerkanntes Studium beendet, aber er ist natürlich nicht gleichwertig mit dem „alten“ Dipl. -Ing. In der Architektur gilt der Masterabschluss als Regelabschluss und ist zur späteren selbständigen Tätigkeit erforderlich. Es spricht aber nichts dagegen, nach dem Bachelorabschluss zunächst ein paar Jahre Praxis zu sammeln und dann ggf. den Master anzuschließen.

Das MA-Studium baut auf den Bachelor auf und dauert zwei Jahre. Man kann es an der selben Hochschule oder einer anderen in Deutschland oder Europa machen. An der TU Darmstadt ist ein Bachelor in Architektur Voraussetzung, um sich für den Master zu bewerben, außerdem eine Mappe mit einem Überblick zu den Studienleistungen aus dem Bachelor (Die Mappe darf keine Beispiele aus der Berufstätigkeit o.ä. enthalten.)

Ja, mit einem BA-Abschluss im Fach Architektur kann man sich direkt an der TU Darmstadt für den Master bewerben. Einsteigen kann man zum Sommer- oder Wintersemester! Erforderlich ist immer eine Mappenprüfung.

Ja und nein. Die Abschlüsse sind auf dem Papier gleichwertig, aber umso wichtiger ist, an welcher Hochschule man ihn gemacht hat. Bei Absolvent*innen anderer Hochschulen gibt es immer eine Einzelfallprüfung (an der TU Darmstadt: Mappe). Sie sollten sich daher mehrere Hochschulen selbst vorher ansehen und dann dort studieren, wo Ihnen das Angebot am überzeugendsten erscheint. Ein gültiges „Ranking“ gibt es nicht. Wichtiger als der „gute Ruf“ erscheinen Spezialisierungen oder Besonderheiten des jeweiligen Studienprogramms.

Das liegt ganz bei Ihnen! Der ideale Zeitpunkt hierfür ist, mit einem abgeschlossenen BA seinen MA woanders zumachen. Sie können aber auch innerhalb Ihres Studiums für ein Semester / ein Jahr ins Ausland gehen, allerdings ist das der Einzelinitiative überlassen. Die meisten im Ausland erworbenen Leistungen können anerkannt werden, allerdings ist trotzdem mit einer gewissen Zeitverzögerung zu rechnen. Fragen rund um ein Auslandsjahr z.B. mit Erasmus beantwortet Ihnen das International Office (Arch.).

An der TU Darmstadt besteht eine Masterplatz-Garantie für die eigenen AbsolventInnen. Das sollte aber niemanden daran hindern, für den Master die Hochschule zu wechseln.

Das unterliegt einer Einzelfallprüfung. Eine anzuerkennende Leistung muss mit derjenigen unseres Studiengangs vergleichbar sein. Das entscheiden die Prüfenden an der TU (Prof.s), aber erst NACH der Einschreibung, eine unverbindliche Vorprüfung ist nicht möglich. Wichtig: Noten und CPs bleiben hierbei unverändert erhalten, genügen aber nicht allein zur Anerkennung: Je besser Sie Ihre eigene Leistung dokumentiert haben (z.B. Scans der Pläne, Modellphotos, Hausarbeiten, Klausuren etc.), umso besser sind Ihre Chancen, das geeignete Modul zur Anerkennung herauszufinden.

Die Bezeichnungen haben sehr wenig mit der fachlichen Ausrichtung zu tun. An der TU Darmstadt heißen alle Ingenieurabschlüsse „of Science“. Dennoch liegt das Schwergewicht der Darmstädter Architekturausbildung auf dem kreativ-gestalterischen Bereich und vor allem dem Entwurf. Entscheidend ist vielmehr, dass die beiden Ausrichtungen Hochbau und Städtebau im Zusammenhang studiert wurden und konstruktive Kenntnisse vorausgesetzt bzw. erwartet werden. Daher berechtigen Abschlüsse in Urbanistik, Innenarchitektur, Bauingenieurwesen, Design o.ä. nicht zur Bewerbung.

In der Regel nicht. Nur dann, wenn die Prüfung im Studienplan der TU Darmstadt nicht vorgesehen ist, gilt dieses Verbot nicht. Daher sind Wechsler verpflichtet, eine Bescheinigung ihrer bisherigen Hochschule beizulegen, ob noch Prüfungsberechtigung im Fach Architektur besteht und falls nein, warum.

Nein. Wenn es sich um einen Abschluss der TU Darmstadt handelt, bleibt auch die Master-Platz-Garantie bestehen. Allerdings können sich die Zulassungsbedingungen irgendwann ändern, und eine Mappenbewerbung mit den Leistungen aus dem Bachelor ist für auswärtige Absolvent*innen immer erforderlich. Inzwischen erworbene Berufspraxis spielt dagegen keine Rolle und darf auch nicht in die Mappe eingebracht werden (Gleichbehandlung!)

Derzeit nicht. Die Mappenbewertung erfolgt unabhängig von den Noten. Deshalb sind gute Noten aus dem Studium auch kein Indiz dafür, wie die Mappe bewertet wird.

Das kann man nicht sagen. Der Wert verschiebt sich in jedem Jahr nach Bewerbungslage. In den letzten Jahren lag er meist zwischen 2 und 3. Bitte bedenken Sie, dass (Stand 2019) auf 150 Studienplätze ca. 900 Bewerbungen kommen.

Bachelor und Master werden auf Deutsch unterrichtet. Für „Bildungsausländer“ (ohne deutsches Abitur) ist der Nachweis des Sprachniveaus C1 erforderlich. Der Sprachnachweis muss zur Bewerbung vorliegen, er kann nicht nachgereicht werden. Englische Sprachkenntnisse sollten zumindest passiv vorliegen, dass man englische Texte und Vorträge verstehen kann.