Lehrformen

Lehrformen

Modul
Ein Modul ist ein inhaltlich zusammenhängendes „Paket“ mehrerer Lehrveranstaltungen.
Alle Teile müssen absolviert werden, es gibt eine Mittelnote („kumulativ“= sammelnd) oder eine Abschlussprüfung. Jedes Modul hat eine Nummer (B311 usw.).
Entwurf
Die Entwürfe bilden den Kern des Studiums. Sie üben das erworbene Wissen in Einzel-bzw. Gruppenarbeit und in verschiedenen Formen ein. Dabei werden analytische und konzeptionelle Fähigkeiten erworben. Im Bachelor-Studium werden insgesamt fünf Entwürfe absolviert (jew. 10 CP), darunter ein Städtebauentwurf. Jede(r) Studierende im Master-Programm muss im ersten Studienjahr je einen Entwurf im Hochbau und im Städtebau erarbeiten. Ein Entwurf umfasst üblicherweise 15 cp, also 300 Arbeitsstunden.
Übung
Studierende des Bachelor-Programmes werden mit dieser Lehrform schrittweise an Entwurfsaufgaben hoher Komplexität herangeführt. Entwurfs-Übungen kennzeichnen also üblicherweise 'kleine' Raumprogramme, eine Konzentration auf einen bestimmten Teilaspekt (z.B. Wohnungsbau) oder eine geringere Darstellungstiefe. Übungen finden auch in Fächern nicht entwurfsbezogener Lehrstühle statt, etwa Zeichenübungen oder Rechenübungen in Bauphysik oder Tragwerksentwicklung.
Vorlesung
Die grundlegende Stoffvermittlung findet in wöchentlichen Vorlesungen statt, deren Inhalt entweder in Übungen, oder in einer abschließenden Klausur abgefragt wird. Es besteht keine Anwesenheitspflicht. Eine wichtige Sonderform ist der traditionelle Mittwochabend-Vortrag, bei dem meist auswärtige Gäste von ihrer Arbeit berichten.
Seminar
Seminare sind Veranstaltungen mit beschränkter Teilnehmerzahl, deren Struktur Austausch, Dialog und Mitwirkung der Studierenden voraussetzen. Deshalb besteht hier meist Teilnahmepflicht. Die Leistungen bestehen oft aus einem mündlichen und einem schriftlichen Teil (Abgabe).
Fachmodul (Master)
Im Masterstudiengang sind fünf Fachmodule zu absolvieren. Deren Form differiert je nach Disziplin, oft bestehen sie aus einer Vorlesung und einer individuellen Leistung der Studierenden, z.B. eine Abgabe, Klausur, Seminar o.ä.
Wahlfach (Bachelor und Master)
Die Wahlfächer bieten die Möglichkeit der Schwerpunktsetzung entsprechend individueller Neigungen und Fähigkeiten. Im Sinne des Studium Generale wird auch die Wahl mindestens einer LV aus einem anderen Fachbereich (interdisziplinäres WF) gefordert.
Forschungsmodul
Das Forschungsmodul (5 CP) soll auf das wissenschaftliche Arbeiten, z.B. im Zusammenhang einer Dissertation vorbereiten. Das Thema wird individuell entweder selbstständig formuliert oder im Zusammenhang der Forschungsthemen eines Fachgebiets entwickelt.
Stegreif
Ein Stegreif ist ein sehr reduzierter Entwurf mit kurzer Bearbeitungszeit und starkem Konzeptschwerpunkt. Er dient der Förderung konzeptioneller Stringenz der Studierenden.
Exkursion
Exkursionen ins In- und Ausland sind oft mit anderen Lehrformen verbunden – oft zum Auftakt eines Entwurfes oder zum Abschluss eines Seminars. Sie beinhalten eine fachbezogene Arbeit vor Ort und oftmals auch eine nachträgliche Ausarbeitung.
Studienprojekt
Im Master kann einer der beiden Entwürfe (15 CP) durch eine selbst gestellte, nicht primär entwurfsorientierte umfangreiche Arbeit ersetzt werden, wenn ein Fachgebiet die Betreuung übernimmt und der/die Studiendekan/-in das Thema genehmigt.
Thesis
Die Thesis (Abschlussarbeit) ist am FB15 der TU Darmstadt immer ein Entwurf aus dem Hochbau oder Städtebau, der wettbewerbsartig bearbeitet wird. Die Themen der Thesis werden gestellt: Im Master kann man zwischen drei Themen in jedem Semester (2 Hochbau, 1 Städtebau) wählen, im Bachelor gibt es eine große Vielfalt in enger Anlehnung an die Entwurfsthemen des jeweiligen Semesters. Auf Antrag kann im Master auch ein selbst formuliertes Thema bearbeitet werden, wenn ein*e Professor*in hierbei die Betreuung übernimmt. Die Bewertung der Masterthesis erfolgt durch das Kollektiv aller Professor*innen.
Praktikum
Praktika sind durch die Studienordnung in Inhalt und Umfang vorgeschrieben, werden aber außerhalb des regulären Studiums und auf eigene Initiative erbracht. Sie sind als Vorpraktika definiert, sollten also am besten vor Studienbeginn, müssen aber spätestens bis zur Anmeldung der Thesis im jeweiligen Studiengang erbracht worden sein. Als Nachweis genügt eine Bescheinigung der Stelle / Firma, bei der das Praktikum erbracht wurde, mit Angabe der Tätigkeiten und der jeweiligen Dauer. Bachelor: Baustellenpraktikum, mindestens sechs Wochen in maximal zwei Teilabschnitten. Master: Büropraktikum, mindestens drei Monate, in maximal zwei Teilabschnitten.Auch entlohnte Tätigkeiten oder Berufsausbildungen in den entsprechenden Fachrichtungen können angerechnet werden. Praktische Tätigkeiten im Zusammenhang mit Lehrveranstaltungen können nicht als Praktikum anerkannt werden.
Fachprüfung / Studienleistung
Die Mehrheit aller Lehrveranstaltungen am FB15 sind Studienleistungen, d.h. sie sind bei Nichtbestehen beliebig oft wiederholbar und können, falls Module aus mehreren Studienleistungen bestehen, in verschiedenen Semestern erbracht werden, bis der geforderte Umfang erreicht ist. Fachprüfungen können nur ganz oder gar nicht innerhalb eines Semesters bestanden werden. Bei Nichtbestehen sind nur zwei Wiederholungen zulässig. Scheitert auch der dritte Versuch, bedeutet das den Verlust der Studienberechtigung im Fach Architektur. Fachprüfungen sind in der Architektur (Stand 2019) nur die Entwürfe, Thesen, sowie die Module des ersten Bachelor-Studienjahrs.
CP (ECTS)
Der Credit Point ist eine Maßeinheit für die Arbeitsbelastung durch eine LV: 1 CP = 30 h Arbeit, hierbei zählen Selbststudium und Anwesenheit in Lehrveranstaltungen, Sprechstunden u. ä. (sog. Kontaktzeit) zusammen. Im Semester sind 30 CP = 900 h Arbeit als Regelfall vorgesehen. Der CP ist keine Bewertung (Note), sondern bietet nur einen Anhaltspunkt für den Umfang einer Leistung, z.B. beim Anrechnen von Noten einer anderen Hochschule oder dem Ausland. Leistungen gehen gemäß ihrem CP-Umfang in die Gesamtnote des Studiums mit ein.