Optimiertes optimieren – Ästhetische Reduktion im Kontext künstlicher Intelligenz
von Kai Altheim
Mit seinem Promotionsvorhaben untersucht Kai Altheim die Transformation durch generative künstliche Intelligenz in derArchitektur. Ausgangspunkt ist das Verständnis einerArchitekturpraxis als epistemischer Prozess, in dem Wahrnehmung,Darstellung und begriffliche Ordnung miteinander verschränkt sind.
Analysiert wird, inwiefern generative KI nicht nur als Werkzeug der Visualisierung, sondern als mediale Bedingung architektonischer Wissensproduktion wirksam wird. Im Kontext von architektur- und medientheoretischer Positionen zur technischen Reproduzierbarkeit, zur Bildlichkeit von Architektur und dem Verhältnis von Autor:innenschaft, richtet sich der Fokus auf die Verschiebung von offenen, erkenntnisgeleiteten Gestaltungsprozessen hin zu kuratorischen Verfahren der Auswahl und Bewertung algorithmisch erzeugter Vorschläge.
Im Zentrum steht die Frage, wie sich unter diesen Bedingungen die Entwicklung von Urteilskraft und ästhetischer Diversität verändert. Die Arbeit verortet diese Entwicklungen innerhalb einer durch digitale Plattformlogiken und algorithmische Bildproduktion geprägten Gegenwart, in der sich Referenzsysteme, Wahrnehmungsroutinen und Bewertungsmaßstäbe neu konfigurieren.
Die Untersuchung folgt einer vergleichenden Analyse visueller und gestalterischer Artefakte, um wiederkehrende formale und ästhetische Strukturen sichtbar zu machen und deren epistemischen Implikationen in der Architekturpraxis herauszuarbeiten. Ziel ist es die Verschiebungen durch den Einfluss von KI in der Architektur, theoretisch aufzuzeigen und kritisch zu reflektieren.