Datafizierte Welten: Kritische Untersuchungen zu Datenpraktiken in der Architektur
Datenpraktiken sind omnipräsent und vielschichtig. Unaufhörlich und oft unmerklich werden Daten gesammelt, so viele, dass von einem „Datenüberschuss" (Halpern et al. 2022) ausgegangen wird. Mit Daten werden räumliche Bewegungen, zwischenmenschliche Interaktionen und soziale Geflechte erfasst und analysiert und schließlich von datengefütterten Interfaces und Instrumenten überformt. Gebaute, natürliche und zerstörte Umwelten fungieren als Datenquellen, während Objekte und Umgebungen wiederum mittels Daten visualisiert, fabriziert und „verkörpert“ (Christensen et al 2026) werden. Kurzum: Sowohl die tangiblen wie intangiblen Dimensionen von Lebenswelten und Umwelten werden datafiziert und appropriiert, also „kolonisiert“ (Couldry und Mejias 2018). Dabei wird mit Daten gelernt, um sich Welten wiederum anzueignen und zu transformieren.
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