Positionen

Die Mittwochabend-Vorträge im Sommersemester 2026

30.04.2026

Die Mittwochabend-Vorträge im Sommersemester 2026 präsentieren ein vielfältiges Programm mit internationalen Gästen sowie einer Antritts- und einer Abschiedsvorlesung.

Die Vorträge in der Übersicht

Podiumsdiskussion im Rahmen des Projekttages „Frauen in der Architektur“

Zu Gast sind: INKEN BALLER, KARIN HARTMANN, AMBER SAYAH, LARISSA ABDELHADI, ANA BISBICUS und KIRA ALTHEIM.

Es moderieren: Hadeel Al Deiri und Selin Celik (Studentinnen am FB 15)

Im Anschluss:
Eröffnung der Ausstellung
Ausklang und Gespräche in der Kuhle

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Francesca Torzo: Doppelseite aus dem Buch „Building correctly“
Francesca Torzo: Doppelseite aus dem Buch „Building correctly“

Francesca Torzo, Genua
„Building correctly – some reflections and experiences"

Francesca Torzo, 1975 in Padua geboren, studierte Architektur an der TU Delft, der ETSAB Barcelona, der Accademia di Architettura Mendrisio (AAM) und am IUAV in Venezia, wo sie 2001 mit Auszeichnung abschloss.

Noch im selben Jahr realisierte sie gemeinsam mit Ing. Jürg Conzett und der HTW Chur ein experimentelles Trockenbauwerk in Stein, bevor sie als Projektarchitektin zunächst im Büro Peter Zumthor in Haldenstein (2001–2002) und anschließend bei Bosshard Vaquer Architekten in Zürich (2003) tätig war.

2008 gründete sie ihr eigenes Büro in Genua. Ihre Lehrtätigkeit begann als Assistentin im Atelier Bearth an der AAM in Mendrisio (2009–2017), gefolgt von einer Professur an der Bergen Arkitekthøgskole in Norwegen (2017–2021) und der Leitung eines Entwurfsateliers an der AAM in Mendrisio (2020–2024). Daneben hielt sie Vorträge an zahlreichen internationalen Hochschulen und Kulturinstitutionen.

2018 war sie Teilnehmerin der 16. Internationalen Architekturausstellung – La Biennale di Venezia; 2020 wurde sie mit dem Moira Gemill Prize for Emerging Architecture ausgezeichnet. Ihr Projekt Z33 – House for Contemporary Art in Hasselt erhielt den Piranesi Award 2018 sowie den Premio Italiano di Architettura 2020 und zählte zu den fünf Finalisten des Mies van der Rohe Award 2022.

francescatorzo.it
@torzofrancesca

schoper.schoper Architekten: Umbau Haus L, Rositz, 2006
schoper.schoper Architekten: Umbau Haus L, Rositz, 2006

Dr. Tom Schoper, Dresden
„Vom Aufenthalt bei den Dingen – Bauen, Wohnen, Denken_2026"

Als Architekt, Theoretiker und Kritiker ist Tom Schoper auf verschiedenen Ebenen der Architektur tätig. Nach seinem Studium an der TU München und der ETH Zürich arbeitete er von 1994 bis 2000 in Berlin im Büro von Prof. Benedict Tonon. Gemeinsam mit seiner Frau Henrike Schoper gründete er 2000 das Büro schoper.schoper Architekten, zunächst in Berlin, seit 2004 in Dresden ansässig. 2009 promovierte er; seit 2007 ist er an der Fakultät Architektur der TU Dresden lehrend tätig. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Wechselwirkung von Architektur, bildender Kunst und Philosophie. Feuilletonfrankfurt Zudem war er von 2019 bis 2021 Vertretungsprofessor für Entwerfen und Raumgestaltung an der TU Darmstadt.

www.schoperschoper.de

FounderLAB, Würzburg. Foto: Thomas Ott
FounderLAB, Würzburg. Foto: Thomas Ott

Prof.'in Anett-Maud Joppien
„Korrelationen„ – Abschiedsvorlesung

Anett-Maud Joppien ist Architektin, Hochschullehrerin und Partnerin des Büros Dietz Joppien Architekten, das sie 1989 gemeinsam mit Albert Dietz in Frankfurt am Main gründete. Von 2011 bis 2026 leitete sie das Fachgebiet Entwerfen und Gebäudetechnologie am Fachbereich Architektur der TU Darmstadt; von 2003 bis 2011 hatte sie eine Professur für Baukonstruktion, Entwerfen und Baustoffkunde an der Bergischen Universität Wuppertal inne. Frühere Lehr- und Forschungstätigkeiten führten sie an die TU Darmstadt, die TU Hannover sowie als Graduate Student Advisor an die University of California, Berkeley, wo sie mit dem „distinctive teaching award“ ausgezeichnet wurde.

Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Entwicklung analoger und digitaler architektonischer Prototypen zu Fragen der Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Suffizienz und Gebäudetechnologie. Zentrale Themen sind dabei innovative Wohn- und Arbeitsformen, die Integration von Vorfertigung und Holzbau, Lichtplanung sowie BIM, KI und integrale Planung.

Dietz Joppien Architekten wurden mit mehr als 50 nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Als Jurorin wirkte Anett-Maud Joppien in über 350 Wettbewerbsgerichten mit. Sie ist seit 2013 Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und seit 2024 Vizepräsidentin des Europäischen Solarpreises (Sir Norman Foster PEB Jury). Darüber hinaus war und ist sie Mitglied zahlreicher Gestaltungsbeiräte, darunter in Karlsruhe, Freiburg, Mannheim, Mainz und im Rhein-Neckar-Raum.

Marginalia, Comte/Meuwly: Uplift, La Sagne, 202. Foto: Pierre Marmy
Marginalia, Comte/Meuwly: Uplift, La Sagne, 202. Foto: Pierre Marmy

Prof. Adrien Meuwly, Zürich
„Imperfect Precision"

COMTE/MEUWLY ist ein 2017 von Adrien Comte und Adrien Meuwly gegründetes Architekturbüro. Die Arbeit des Büros gründet auf Reaktionsfähigkeit und einer Haltung des kontinuierlichen Hinterfragens von Strategien, Werkzeugen und Methoden. Das Spektrum der Projekte umfasst unterschiedliche Maßstäbe und Standorte in der Schweiz und im Ausland. Seit 2025 sind Comte und Meuwly Professoren an der ETH Zürich, wo sie den Lehrstuhl für Architektur und Konstruktion leiten.

www.comtemeuwly.com
@comte_meuwly

Regenwassersammlung HydroSKIN. Foto: Universität Stuttgart
Regenwassersammlung HydroSKIN. Foto: Universität Stuttgart

Prof.'in Dr. Christina Eisenbarth
„Produktive Krisen. Wandel gestalten." – Antrittsvorlesung

Christina Eisenbarth studierte Architektur und Stadtplanung an der Schule für Architektur Saar, der ENSA Nancy sowie der Universität Stuttgart mit Spezialisierung auf ressourcen- und energieeffizientes Bauen. Von 2017 bis 2025 forschte und lehrte sie am Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stuttgart. Sie entwickelte die international patentierten hydroaktiven Gebäudehüllen – ‚HydroSKIN' – die mittels Regenwasseraufnahme und Verdunstungskühlung zur Minderung urbaner Hochwasser- und Hitzerisiken beitragen. Seit dem Sommersemester 2025 ist sie Tenure-Track-Professorin für Entwerfen und Technologie resilienter Architektur an der TU Darmstadt.

Wolfgang Tillmans, Winter Morning Sun, 2023. Courtesy Galerie Buchholz
Wolfgang Tillmans, Winter Morning Sun, 2023. Courtesy Galerie Buchholz

Wolfgang Tillmans, Berlin/London
„Vortrag für Architekten"

Wolfgang Tillmans (geboren 1968 in Remscheid, Deutschland) ist ein vorwiegend in der Fotografie arbeitender Künstler, dessen Praxis dreidimensionale Installationen, Sound und Video, Buchgestaltung, Journalismus und Schreiben sowie Fotografien umfasst, die sowohl mit als auch ohne Kamera entstehen.

Durch die nahtlose Integration von Genres, Techniken und Ausstellungsstrategien hat Tillmans konventionelle Zugänge zum Medium erweitert. Sein Werk steht für eine neue Form der Subjektivität in der Fotografie und verbindet Intimität und Verspieltheit mit gesellschaftlicher Kritik.

Seit den frühen 1990er-Jahren ist Tillmans' Werk Gegenstand von Einzelausstellungen an internationalen Institutionen. Zu den jüngsten Ausstellungen zählen Nothing could have prepared us – Everything could have prepared us im Centre Pompidou, Paris (2025). Tillmans war zuletzt in der 36. Bienal de São Paulo, Brasilien, Not All Travellers Walk Roads – Of Humanity as Practice (2025–26) vertreten. Seine Überblicksausstellung To look without fear wurde im Museum of Modern Art, New York (2022), im San Francisco Museum of Modern Art (2023) sowie in der Art Gallery of Ontario, Toronto (2023) gezeigt.

Er wurde ausgezeichnet mit dem Goslar Kaiserring (2018), dem Hasselblad Foundation International Award in Photography (2015), dem Royal Academician Award (2014), dem Turner Prize (2000), dem Ars Viva-Preis (1995) sowie dem Kunstpreis der Böttcherstraße (1995).

Tillmans betreibt seit 2006 den gemeinnützigen Ausstellungsraum Between Bridges. Der bis 2011 in London ansässige Raum wurde 2014 in Berlin wiedereröffnet. Tillmans lebt und arbeitet in Berlin und London.

www.tillmans.co.uk
@wolfgang_tillmans

Über die Veranstaltung

Die Mittwochabend-Vorträge des Fachbereichs Architektur beleuchten aktuelle Themen an den Schnittstellen von Architektur, Kunst und Kultur. Die Reihe fragt nach dem, was heute relevant und wichtig ist – gesellschaftlich, gestalterisch und fachübergreifend. Renommierte Persönlichkeiten geben Einblicke in ihre Arbeit und eröffnen neue Perspektiven auf das Bauen und Denken in unserer Zeit.

Konzipiert und organisiert wird die Reihe von Prof. Wolfgang Lorch (Entwerfen und Baugestaltung) und seinem Team. Die Vorträge richten sich an die breite Öffentlichkeit und sind die meistbesuchte studienunabhängige Veranstaltungsreihe der Technischen Universität Darmstadt.
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Veranstaltungsort
Max-Guther-Hörsaal
Gebäude L3|01 Ostteil
Campus Lichtwiese
El-Lissitzky-Straße 1
64287 Darmstadt

Ansprechpartner

Fachgebiet Entwerfen und Baugestaltung
Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Lorch
Dr. Robert Goehringer
B.Sc. Manolo Llanes

Teilnahme und Fortbildung:

Die Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei. Sie finden in Präsenz statt. Eine Online-Übertragung ist in diesem Semester nicht geplant.

Die Teilnahme in Präsenz ist als Fortbildung bei der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen anerkannt.

Informationen zur Teilnahme sowie zur Anerkennung der Fortbildungspunkte finden Sie unter: https://www.architektur.tu-darmstadt.de/mittwochabend

Die Mittwochabend-Vorträge

werden unterstützt vom Bund deutscher Architektinnen und Architekten (BDA).
Sie sind eine Veranstaltung im Sinne der xchange-Strategie der TU Darmstadt.