Verlorene Architektur

Norwina Wölfel erforscht in ihrer Dissertation die Potenziale von Virtual Reality für die Vermittlung nicht mehr existierender Bauwerke

10.07.2026

Norwina Wölfel hat ihre Dissertation „Verlorene Architektur – Potenziale und Herausforderungen in der Vermittlung von Architekturrekonstruktionen mittels Virtual Reality“ am Fachgebiet Digitales Gestalten erfolgreich verteidigt. Der Fachbereich Architektur gratuliert herzlich zu diesem Erfolg.

Norwina Wölfel

In ihrer Arbeit untersucht Norwina Wölfel, welches Potenzial Virtual Reality für die Vermittlung digital rekonstruierter, nicht mehr existierender Bauwerke im musealen Kontext besitzt. Im Zentrum steht die Frage, ob VR räumliche Qualitäten wie Proportion, Materialwirkung, Licht und Raumsequenzen unmittelbarer und verständlicher erfahrbar macht als zweidimensionale Darstellungen. Zugleich analysiert die Dissertation, welche Rolle Interaktivität, didaktische Gestaltung und interdisziplinäre Zusammenarbeit für gelungene VR-Anwendungen spielen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Herausforderung, Rekonstruktionen trotz hoher Immersion wissenschaftlich nachvollziehbar zu halten und Unsicherheiten sichtbar zu machen, um eine unkritische Authentizitätsillusion zu vermeiden.

Betreut wurde die Dissertation von Prof. Oliver Tessmann, Prof. Clemens Brünenberg und Dr. Marc Grellert. Der Prüfungskommission gehörten Prof. Clemens Brünenberg, Prof. Rochus Hinkel, Prof. Martin Roth, Prof. Cristian Salge und Prof. Oliver Tessmann an.