Fachbereich Architektur zeichnet herausragende Masterarbeiten aus
06.08.2026
Im Rahmen der Masterfeier des Fachbereichs Architektur am 24. Juli 2026 wurden Absolvent:innen für herausragende Masterarbeiten und ihr Engagement ausgezeichnet. Neben den Fachbereichspreisen wurden außerdem der Fritz-Filter-Award, zwei Athene-Medaillen sowie zwei Auszeichnungen für ehrenamtliches Engagement verliehen.
Die Fachbereichspreise für die herausgegebenen Masterthesen gingen an:
Jule Anne-Marie Seegräber
… für ihre Arbeit im Rahmen von „MAURACH Bauen – Wohnen – Denken“
Hrsg. vom Fachgebiet Entwerfen und Baugestaltung, Prof. Wolfgang Lorch
Die Masterthesis befasste sich mit der Schnittstelle von Denkmalpflege, Landschaftsraum und zeitgenössischer Bautypologie. Die Entwurfsaufgabe lag in der architektonischen Konzeption eines neuen Gästehauses im unmittelbaren Kontext des denkmalgeschützten Barockensembles von Schloss Maurach am Bodensee. Die Bearbeiter:innen waren aufgefordert, die historische Kontinuität des Ortes kritisch zu hinterfragen und gestalterisch fundierte Antworten auf das Weiterbauen im sensiblen Bestand zu formulieren.
Hannah Lindholm
… für ihre Arbeit „Bühnenlandschaft“ im Rahmen von „Fliegende Bühnen“.
Hrsg. vom Fachgebiet Entwerfen und Raumgestaltung, Prof.’in Johanna Meyer-Grohbrügge
Nach jahrelanger Diskussion um die Zukunft der Städtischen Bühnen in Frankfurt hat sich der Magistrat der Stadt Frankfurt Ende 2024 endgültig entschieden, den derzeitigen gemeinsamen Standort von Theater und Oper am Willy-Brandt-Platz aufzugeben. Da an dieser Stelle eine neue Kulturmeile entstehen soll, wird eine Interimslösung – ein temporärer Spielort für die Städtischen Bühnen – unausweichlich. Im Rahmen dieser Masterthesis wurde ausgelotet, inwiefern ein von der Stadt zu diesem Zweck erworbenes, ehemaliges Bankarchivgebäude im Frankfurter Gutleutviertel in ein temporäres Schauspielhaus transformiert werden kann.
Iryna Andriyenko
… für „Fuchs3“ im Rahmen von „Körper + Bewegung“.
Hrsg. vom Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung, Prof.’in Annette Rudolph-Cleff
Die Masterthesis befasst sich mit der Frage, wie Stadträume als inklusive, generationenübergreifende Bewegungs- und Kulturräume weitergedacht werden können. Unter dem Titel „Körper + Bewegung“ lag die städtebauliche Entwurfsaufgabe in der Entwicklung eines integrierten architektonisch-landschaftlichen Konzepts für die Prager Insel Štvanice und ihre gegenüberliegenden Uferkanten. Ziel war es, den besonderen Charakter der Insel als niedrigschwelligen, barrierearmen und sozial durchmischten Freiraum zu stärken und dabei bestehende Initiativen wie das River Surfing Project, den Mystic Skatepark oder den traditionsreichen Tennisklub nicht zu verdrängen, sondern als identitätsstiftende Elemente weiterzuentwickeln.
Katharina L. Meyer
… für die freie Masterthesis „It Takes a Village“.
Betreut vom Fachgebiet Entwerfen und Wohnen, Prof. Dr. Martino Tattara
Das Projekt untersucht am Beispiel mehrerer Einfamilienhäuser in der bayerischen Stadt Alzenau die Potenziale für deren Transformation unter Nutzung planungsrechtlicher Möglichkeiten. Die räumlichen Qualitäten des privaten Einfamilienhauses sind heute zu einem Luxus geworden, den sich nur noch wohlhabende Haushalte leisten können. Durch die Neuorganisation der Grundrisse, die Umverteilung von Räumen sowie die gemeinschaftliche Nutzung ausgewählter Funktionen und Infrastrukturen zielt das Projekt darauf ab, diese Qualitäten einer breiteren Bevölkerung wieder zugänglich zu machen und zugleich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Die Fachbereichspreise sind mit jeweils 500 Euro dotiert.
Athene-Medaillen
Athene-Medaillen erhielten Kaan Aydogan und Veruschka Janouschkowetz.
Die Athene-Medaille wird vom Fachbereich an Studierende verliehen, deren Masterarbeit mit der Note 1,0 bewertet wurde und deren Gesamtnotendurchschnitt besser als 1,4 ist.
Fritz-Filter-Award
Der von den studentischen Mitgliedern der Masterprüfungskommission ins Leben gerufene Preis – benannt nach dem fiktiven Studenten „Fritz Filter“ – würdigt eine Abschlussarbeit, die sich durch besondere gestalterische Klarheit, Eigenständigkeit und Haltung auszeichnet.
Ausgezeichnet wurden in diesem Semester Majda Kostreba für ihre Arbeit „Perpetuum Mobile“ im Rahmen der vom Fachgebiet Entwerfen und Raumgestaltung (Prof.’in Johanna Meyer-Grohbrügge) herausgegebenen Masterthesis „Fliegende Bühnen“.
Allen Preisträger*innen herzlichen Glückwunsch.
Ausgewählte Masterarbeiten finden Sie in Kürze auf unserer Webseite und auf unserem Instagram-Profil.
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