Frauen am Fachbereich Architektur
Von Professoren übergangen, als einzige Frau unter männlichen Kommilitonen und mit händisch korrigierter Anrede auf der Diplomurkunde – wie die Titelbildcollage zeigt, hatten es Frauen in der Vergangenheit im Studium nicht immer leicht. Obwohl heute die Mehrzahl der Studierenden am Fachbereich Architektur weiblich ist, sah dies noch Anfang des letzten Jahrhunderts zu Beginn des Frauenstudiums ganz anders aus. Generell waren Frauen damals nicht nur unter den Studierenden, Lehrenden und Forschenden in der Unterzahl, sondern sind auch in den historischen Publikationen zur TH/TU Darmstadt deutlich unterrepräsentiert. Und dass, obwohl gerade die TU Darmstadt einige wegweisende weibliche Personen vorzeigen kann: Sowohl die erste Studentin, als auch die deutschlandweit erste Diplom-Ingenieurin studierten Architektur an der TH Darmstadt. Auch bei den weiblichen Assistentinnen lag der Fachbereich früh vorne, eine von ihnen wurde später von 1937–1939 die erste (außerplanmäßige) Professorin Darmstadts.
Die folgenden Seiten beschäftigen sich mit Statistiken der Studierenden- und Lehrendenzahlen, dem damaligen studentischen Leben der Frauen und beleuchten im Allgemeinen den Genderaspekt von seinen Anfängen bis heute am Fachbereich Architektur der TH Darmstadt. Mit dem Ziel, die bislang teils wenig berücksichtigten Personen hervorzuheben, werden auch einige weiblichen Persönlichkeiten des Fachbereichs Architektur vorgestellt.
Siobhan Haltenberger, Chiara Kamps, Veruschka Janouschkowetz, Anja Maria Rohde
Frauen am Fachbereich Architektur: Statistiken