Oliver Tessmann ist seit Februar 2015

09.02.2015

Oliver Tessmann ist seit Februar 2015

neuer Professor im Fachbereich Architektur

In dem neuen Fachgebiet Digitales Gestalten (ehemals IKA) möchte Oliver Tessmann das Entwerfen und das Bauen mit Hilfe digitaler Prozessketten vom computerbasierten Entwerfen bis zur digitalen Fabrikation und der Robotik wieder enger miteinander verknüpfen. Je digitaler wir als Architekten arbeiten umso näher bringt uns das den Fragen der Materialisierung von Architektur.

Foto: Anja Jahn
Foto: Anja Jahn

Wir zeichnen nicht nur, sondern wir modellieren, programmieren und simulieren mit digitalen Werkzeugen. Anschließend bauen wir Prototypen mithilfe von computergesteuerten Laserschneidern, CNC Fräsen und Robotern. So entwerfen wir nicht nur Gebäude, sondern auch die Prozesse ihrer Entstehung.

Oliver Tessmann forscht und lehrt im Bereich des computerbasierten Entwerfens und der digitalen Fabrikation. Nach seinem Diplom an der Universität Kassel arbeitete er für Coop Himmelblau und andere Architekten in Mexico, Wien und Frankfurt. 2008 promovierte Oliver Tessmann an der Universität Kassel bei Manfred Grohmann und Ludger Hovestadt (ETH Zürich) zu dem Thema „Collaborative Design Procedures for Architects and Engineers“. Im Anschluss leitete er im Ingenieurbüro Bollinger + Grohmann Frankfurt die performativeBuildingGroup, die an der Schnittstelle von Tragwerksplanung und Architektur neue gemeinschaftliche, computerbasierte Arbeitsweisen entwickelt und in der Praxis testet.

Oliver Tessmann war von 2010 bis 2012 Gastprofessor an der Staedelschule Architekturklasse (SAC) und beteiligte sich dort an der Entwicklung der Spezialisierungsrichtung Architecture and Performative Design (APD). Von 2012 bis 2015 arbeitete er als Assistant Professor (tenure track) an der KTH in Stockholm. Dort lehrte er im Studio 9 des Master Programms und leitete das Forschungsprojekt Concrete Performance, finanziert von Formas, dem schwedischen Forschungsrat. Außerdem betreute er die erfolgreiche Antragstellung des Projektes InnoChain (http://innochain.net), ein interdisziplinäres Netzwerk von 15 Doktorandenstellen im Bereich Digitale Prozessketten von Entwurf bis zur Fertigung im Horizon 2020 Programm. Das Projekt wird von der EU mit 4 Millionen Euro für drei Jahre gefördert.

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