Gesunde Neue Städte – Instrumente nutzerzentrierter Stadtgestaltung

24.06.2016

Gesunde Neue Städte – Instrumente nutzerzentrierter Stadtgestaltung

Abendvortrag der AG Stadtforschung zu Gast bei der Forschungsgruppe Urban Health Games

Am Dienstag, 05.07., geben Jun.-Prof. Martin Knöll (Urban Health Games) und Humboldt-Stipendiatin Maria Ustinova einen Einblick in Ihre Forschungsarbeit.

Zum ersten Mal in der Geschichte gilt das Leben in Städten gesünder als das Leben auf dem Land. Städtern wird eine höhere Lebenserwartung, geringere Kindersterblichkeit und einen besseren Zugang zu medizinischer Versorgung konstatiert. Stadtplaner wie Jan Gehl unterstreichen die Lebensqualität in Städten wie Kopenhagen oder Melbourne, deren Gestaltung zum Gehen und Fahrradfahren einladen, den sozialen Austausch und das Spielen fördern und gesunde Ernährung zu einer zugänglichen Alternative machen. Bei aller Begeisterung sollte man die gesundheitsfördernde Wirkung von Städten differenzieren: Der Effekt betrifft Arme weniger als Reiche, er tritt hauptsächlich in wirtschaftlich starken Regionen auf, und es gibt bisher wenige Erkenntnisse darüber, wie sich einzelne Aspekte (z.B. größere Bewegungsfreundlichkeit vs. Mehrfachbelastung durch Umweltstressoren) gegenseitig beeinflussen. Dazu kommt, dass einige Projekte der „neuen gesunden Stadt“ zusätzlich Fläche verbrauchen, da sie auf der grünen Wiese entstehen, anstelle auf Instrumente wie Umnutzungen oder Nachverdichtungen zu setzen. Bisher fehlen Konzepte, die den Fokus auf die positiven Effekte des städtischen Zusammenlebens legen, wie soziale Interaktion, Partizipation, Bildung sowie Dichte und Vielfalt der Erfahrungen. Im interdisziplinären Austausch sollen die Bedingungen und mögliche Instrumente hierzu diskutiert werden.

Wir freuen uns sehr auf die beiden folgenden Vorträge:

Mobile Partizipation
Jun.-Prof. Dr.-Ing. Martin Knöll
Forschungsgruppe Urban Health Games

Gesundheitsfördernde Schulen
Maria Ustinova, M.A., Humboldt-Stipendiatin
Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung

5.7.2016, 18:00-19:30 Uhr

Forschungsgruppe Urban Health Games
Fachbereich Architektur
L3|01 140,
El-Lissitzky-Str.1
64287 Darmstadt

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