Wettbewerb für Eberstädter Sportverein entschieden

08.08.2016

Wettbewerb für Eberstädter Sportverein entschieden

Die Jury um Oberbürgermeister Jochen Partsch zeichnet drei Entwürfe aus

Studierende des Fachbereichs Architektur haben am Mittwoch, 27. Juli, ihre Konzepte für das Gelände der Sportvereinigung Eberstadt (SVE) vorgestellt. Die SVE hatte dazu Preisgelder in einer Höhe von 3.000.- € zur Verfügung gestellt und in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Plastisches Gestalten unter Prof. Ariel Auslender den Ideen-Wettbewerb als Stegreif ausgeschrieben.

Die Studierenden sollten Ideen entwickeln, wie das Gelände für die Mitglieder und Anwohner attraktiver gestaltet werden kann. Dabei mussten auch die steigenden Mitgliederzahlen berücksichtigt werden: Wegen des Neubaugebiets E 44, das dem Verein weitere 50 Kinder gebracht hat, den 2.000 Wohnungen in der benachbarten Jefferson-Siedlung und dem neu entstehenden Wohngebiet auf dem Gebiet der ehemaligen Lincoln-Kaserne rechnet der Verein mit enormem Zulauf in den nächsten Jahren. Alle Arbeiten sahen daher auch eine neue Halle für die Sportvereinigung vor, welche die jetzigen, stark sanierungsbedürftigen Räumlichkeiten ersetzen und vergrößern soll.

Die Preisträger Kristine Prikule (1. Preis), Martin Knoll (2. Preis) und Sabrina Hampel (3.Preis) konnten ihre Ideen vor dem Oberbürgermeister und derzeitigem Baudezernenten Jochen Partsch in den Räumen der TU vorstellen:

Kristine Prikule überzeugte die Vertreter der Sportvereinigung mit einem sehr weit durchdachten Ansatz, der neben einem Energiekonzept für den Hallenneubau und der Unterbringung der benötigten Stellplätze für PKW sehr detailliert auf die Anforderungen der einzelnen Sportgruppen der SVE eingeht.

Martin Knoll entwarf zwei Hallen, die halb im Boden eingelassen viel Raum schaffen, ohne dabei die Landschaft des Geländes zu beeinträchtigen. In mehrere Bauabschnitte eingeteilt findet der Entwurf bereits Antworten zum späteren Ablauf der Bauarbeiten.

Sabrina Hampel schuf eine geordnete Anlage, deren in Holz und Mauerwerk gehaltenen Gebäude sich anmutig in den Wald um das Gelände einfügen.

Jochen Partsch zeigte sich beeindruckt von dem Einsatz der Studierenden und auch dem Willen der Sportvereinigung und deren Vorsitzenden Karl-Heinz Dächert, einen solchen Wettbewerb zu veranlassen. Es sei nicht alltäglich und sehr löblich, das ein Verein einen solchen Wettbewerb ausrufe und dazu die Ideen einer neuen Generation zukünftiger Planer zu Rate ziehe. Zwar könne man nicht sofort bauen, denn dazu seien noch einige rechtliche und den Landschaftsschutz betreffende Fragen zu klären. Doch hat die Sportvereinigung mit dem Wettbewerb einen Stein ins Rollen gebracht: Die Ergebnisse sollen in die Sportentwicklungsplanung der Stadt eingebunden werden. Sobald weitere Kostenschätzungen vorliegen wird geprüft, wie die Ansätze in die mittelfristige Investitionsplanung der Stadt einfließen können.

Manuel Pfänder

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