Internationale Zusammenarbeit in der Stadtentwicklung

26.09.2017

Internationale Zusammenarbeit in der Stadtentwicklung

10 Jahre Masterstudiengang „International Cooperation in Urban Development – Mundus Urbano“ am Fachbereich Architektur

Gelebte Internationalität, Interdisziplinarität und eine einzigartige Studienstruktur sind nur ein paar der Aspekte, die den Studiengang „Mundus Urbano“ so besonders machen. Der von Prof. Dr. Kosta Mathéy (2002 bis 2011 Leiter des Fachgebiets „Planen und Bauen in außereuropäischen Regionen“) ins Leben gerufene, international ausgerichtete englischsprachige Aufbaustudiengang „International Cooperation in Urban Development – Mundus Urbano“ wird seit 2007 am Fachbereich Architektur angeboten und wird heute von der Fachgruppe „Städtebau und Stadtplanung“ getragen. 

Im Gegensatz zum Masterstudiengang Architektur sind gestalterische Fragen der Stadtplanung im Masterstudiengang „International Cooperation in Urban Development“ nachrangig. Das Programm zielt vielmehr darauf ab, Fachkräfte für die Entwicklungszusammenarbeit in schnell urbanisierenden Entwicklungsländer auszubilden. Hierfür werden die Studierenden im ersten Studienjahr an der TU Darmstadt in ein- und zweiwöchigen Unterrichtsblocks von wechselnden internationalen Gastprofessor*innen in die Grundlagen der Stadtplanung, Stadtentwicklung, des Managements und der Internationalen Zusammenarbeit eingeführt.

Diese besondere Studienstruktur ergab sich laut Prof. Dr. Kosta Mathéy aus dem dem Anspruch, dass „in einem internationalen Studiengang nicht nur die Studierenden, sondern auch die Lehrenden international sein sollten. Komplementär dazu leitete sich auch für das Konzept einer interdisziplinären Lehre ab, dass sich die Dozent*innen nur zu einem geringen Teil aus der gastgebenden Architekturfakultät rekrutieren können. Beide Bedingungen lassen sich am elegantesten in Blockkursen organisieren mit eingeladenen und – zumindest in den Gründerjahren – hoch renommierten internationalen Wissenschaftler*innen und bekannten Autor*innen aus der Referenzliteratur.“

Für das zweite Studienjahr wechseln die Studierenden dann an eine von drei europäischen Partneruniversitäten. Möglich wird dies durch die 2008 erfolgte Aufnahme des Studiengangs in das Exzellenz-Bildungsprogramm „Erasmus Mundus“ der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur der Europäischen Union. Damit ist er der einzige europäische Studiengang zur Stadtentwicklung, der gemeinsam mit drei europäischen Universitäten einen Doppelabschluss anbietet. Mit der Wahl des Studienortes im zweiten Jahr ist eine berufliche Spezialisierung verbunden: Development Economics an der „Università degli Studi di Roma 'Tor Vergata'“, Katastrophenhilfe und Wiederaufbau an der „Universitat Internacional de Catalunya“ in Barcelona und Stadtplanung an der „Université Grenoble Alpes“ in Grenoble.

Die Stärke des Programms liegt in der sowohl international als auch beruflich diversen Zusammensetzung der Studierendengruppen und des Lehrpersonals. Diese Vielfalt fördert den interkulturellen Austausch und bietet die Voraussetzung für die Entwicklung eines internationalen Netzwerks mit exzellenten beruflichen Perspektiven. Dies zeigt sich an den Erfolgen der Absolvent*innen: Vier Alumni sind mittlerweile bei der World Bank beschäftigt, andere arbeiten bei der UNO, der GIZ, verschiedenen Nichtregierungsorganisationen sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen. 

Zur Feier seines 10-jähriges Bestehens hat der Studiengang ehemalige Studierende und Lehrende zu Vorträgen und Diskussionen eingeladen. Gemeinsam mit dem aktuellen Team wird ein Blick auf die Geschichte, laufende Forschungsprojekte und Entwicklungsperspektiven des Studiengangs geworfen.
7. Oktober 2017 im Christoph-Lichtenberg-Haus der TU Darmstadt

> Veranstaltungsprogramm

Weitere Informationen: 
http://www.mundus-urbano.eu/

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