Der Fachbereich gratuliert!

21.02.2018

Der Fachbereich gratuliert!

Vier Absolventinnen ausgezeichnet

Im Rahmen der Masterverabschiedung am 17.02.2018 wurden vier Absolventinnen des Fachbereichs mit Preisen ausgezeichnet. Isabelle Ihl erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Fachbereichspreis für die beste Masterabschlussarbeit.
Dorothee Glaab und Leonie Peters erhielten Athene-Medaillen für ihre insgesamt sehr guten Studienleistungen.
Franziska Fleischer-Torres wurde für ihr langjähriges Engagement in der Fachschaft des Fachbereichs ausgezeichnet.

Ausgezeichnet: Franziska Fleischer-Torres, Dorothee Gllab, Leonie Peters und Isabelle Ihl
Ausgezeichnet: Franziska Fleischer-Torres, Dorothee Glaab, Leonie Peters und Isabelle Ihl (Foto: FB15)

Franziska Fleischer-Torres engagierte sich über Jahre in der Fachschaft des Fachbereichs. Für dieses herausragende ehrenamtliche Engagement neben dem Studium wurde sie vom Fachbereich ausgezeichnet.

Isabelle Ihl wurde für ihren, vom Fachgebiet Entwerfen und Gebäudetechnologie (Prof. Anett-Maud Joppien) herausgegebenen, Entwurf des Instituto Flamenco in Sevilla mit dem Fachbereichspreis ausgezeichnet.

Die Entwurfsaufgabe sah den Neubau einer professionellen Flamencoschule in der Altstadt Sevillas vor, in der die drei Bestandteile des Flamenco – Tanz, Gesang und Gitarrenspiel – in einem gemeinsamen Gebäude unterrichtet und dargeboten werden sollen. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit den für den Flamenco typischen Themen Bewegung, Klang, Inszenierung und Präsentation sollte sowohl funktional, als auch sinnlich in eine räumliche Ausprägung überführt werden. Darüber hinaus sollte sich das Gebäude angemessen zum Stadtraum hin präsentieren und vor dem extrem heißen Stadtklima Sevillas geschützt werden.

Ihls Entwurf definiert sich über drei Baukörper, die durch eine Sequenz von Außenräumen voneinander separiert sind und sich über visuelle Bezüge und die Kontinuität der Materialien zu einem harmonischen Ensemble fügen. Öffentliche und repräsentative Funktionen der Schule sind in einem dominanten, dem Stadtraum zugewandten, Baukörper untergebracht. Dieser ist nach hinten versetzt, wodurch eine neue Platzsituation mit gesteigerter Aufenthaltsqualität entsteht. Über einen schmalen Zwischenraum zwischen den Gebäuden erreicht man einen verschatteten Innenhof, der durch ein Café mit Ausstellung bespielt wird, das sich im dritten Gebäudevolumen befindet.
Durch die geschickte Positionierung der Gebäude auf dem verwinkelten Grundstück entsteht eine spannungsvolle Abfolge enger und weiter Außenräume mit hoher Aufenthaltsqualität – wie Tanzende schmiegen und lehnen sich die Baukörper aneinander und treten in Beziehung zum Stadtraum.

Der Fachbereichspreis versteht sich als Reiseförderung. Er ist mit 1.000 Euro dotiert und verbunden mit der Aufforderung ein bei der Preisverleihung überreichtes Skizzenbuch nach Rückkehr, gefüllt mit Reiseeindrücken, an den Fachbereich zu übergeben.

Isabelle Ihl – Außenperspektive Instituto Flamenco
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Isabelle Ihl – Außenperspektive Instituto Flamenco

Zwei Athene-Medaillen

Die Athene-Medaille erhalten Studierende, die ihre Abschlussarbeit mit „Sehr gut“ abschließen und einen Notendurchschnitt besser als 1,4 vorweisen. Dies waren in diesem Semester Dorothee Glaab und Leonie Peters.

Auch Leonie Peters bearbeitete den Entwurf für das Instituto Flamenco in Sevilla. Durch die geschickte Schichtung von Raum und Freiraum und das Spiel mit Ein- und Ausblicken werden die Besucher des von ihr entworfenen Gebäudes in die Tiefe des Grundstücks gezogen. Den Auftakt bildet ein multifunktionales Erdgeschoss. Es ist der Ankunftsort für die Schüler mit einem öffentlichen Café als Treffpunkt. Von dort gelangt man über den Innenhof in den hinteren Teil des Gebäudes, in dem sich der Sala de Flamenco befindet.
Die Fassaden der beiden Schulkörper werden von einem Vorhang aus farbigen Keramikstäben verhüllt. Unterschiedliche Abstände der Stäbe erlauben vielfältige Öffnungen und erzeugen ein Spiel aus gefilterten Ein- und Ausblicken. Das Farbspektrum korrespondiert mit den Fassaden des historischen Platzes.

Dorothee Glaab bearbeitete den vom Fachgebiet Entwerfen und industrielle Methoden der Hochbaukonstruktion (Prof. i.V. Martin Bez) herausgegebenen Entwurf „Haus der Musik, Köln“. Zu gestalten war ein Konzerthaus mit angeschlossenem Hotel, das musikalische Aufführungen unterschiedlichster Art – von populärer bis ernster Musik – beherbergen sollte.

Glaab vereint die Konzertsäle und das Hotel in einem Baukörper. Das längliche Volumen erstreckt sich dabei als städtebauliches Bindeglied zwischen Kölner Hauptbahnhof, der angrenzenden Blockrandbebauung und dem Rheinufer.
Vom Eingangsfoyer gelangt der Besucher über eine erste Treppenanlage zum Hauptfoyer im 2. Obergeschoss. Hier befinden sich die Eingänge zu einem Mehrzwecksaal und zu einem kleineren abgetreppten Saal. Eine weitere Treppenanlage führt zum abschließenden Foyer mit dem Zugang zum Hauptsaal. Um der besonderen Stellung der Säle gerecht zu werden, sind diese im Inneren mit Holz verkleidet. Das Holz steht im Kontrast zum ansonsten vorherrschenden Beton, der auch in der vorgesetzten selbsttragenden Fassade Einsatz findet. Formal von Strebepfeilern und Maßwerk inspiriert, eignet sich der zweischichtige Aufbau der Fassade besonders, um der kleinteiligen Fassadengliederung, wie sie Hotel und Verwaltung bedingen, eine nach außen als Sonderbau entworfene Fassade vorzulagern. Somit präsentieren sich die Nutzungen nicht nur konzeptionell, sondern auch gestalterisch im Inneren und Äußeren als Einheit.

Allen Preisträgerinnen herzlichen Glückwunsch!

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