Haus der Bildung – Eine Schule in Frankfurt

02.07.2018

Haus der Bildung – Eine Schule in Frankfurt

Ausstellung des Fachgebiets Entwerfen und Gebäudelehre in Frankfurt

Das Konzept der Schule befindet sich im permanenten Wandel – was bedeutet das für den zeitgenössischen und zukünftigen Schulbau? In der aktuellen Debatte befindet sich die Schule an einem Punkt, an dem aus pädagogischer und ökonomischer Sicht das Konzept der klassischen Vormittagsschule mit Frontalunterricht von einem neuen, ganztägigen Schultypus abgelöst wird, der sich um die entsprechenden pädagogischen Konzepte entwickelt.

Die Ausstellung im Atrium der Bauaufsicht Frankfurt zeigt studentische Arbeiten, die im Rahmen des Semesterentwurfs „Haus der Bildung“ im Wintersemester 2017/18 am Fachgebiet Entwerfen und Gebäudelehre des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt entstanden sind. Die Entwurfsaufgabe setzt sich mit dem neuen Typus der inklusiven Gesamtschule auseinander. Durch den Entwurf wird untersucht, wie sich das Konzept der Ganztagsschule auf die Typologie des Schulbaus auswirkt.

Abb.: FG Gebäudelehre
Abb.: FG Gebäudelehre

Ein Haus des Lernens

Das Konzept der Ganztagsschule wird bestimmt vom Zusammenspiel von Lernen, Freizeitgestaltung, Bewegung, Ruhe, Betreuung und anderen Aktivitäten. Der Schulbau muss auf diese Aktivitäten eine Antwort geben und neue Möglichkeiten schaffen. Das Aufbrechen des Lehrbetriebs in Verbindung mit der längeren Aufenthaltsdauer an der Schule führt auch zur Öffnung der bisher eher hermetischen Typologie des Schulbaus hin zum umgebenden Stadtteil. Die Schule wird zu einem kleinen Stadtteilzentrum, dessen Einrichtungen von den Anwohner*innen genutzt werden können. Aktivitäten der Erwachsenenbildung, des Vereinslebens und der sozialen Fürsorge werden integriert, was die Verbindung von Schule und Quartier stärkt und das Quartier an sich aufwertet. Es entsteht ein Haus des Lernens.

Als hypothetisches Entwurfsgebiet wurde ein Grundstück nahe des Ordnungsamtes an der Mainzer Landstraße im Stadtteil Gallus, einem sich im Aufbruch befindenden ehemaligen Arbeiterviertel in Frankfurt am Main, gewählt.

Vernissage
Donnerstag, 05.07.2018, 17:00 Uhr

Begrüßung durch Martin Hunscher,
Amtsleiter Stadtplanungsamt – Stadt Frankfurt am Main

Festvortrag von Monika Ripperger,
Leitung Stabsstelle Pädagogogische Grundsatzplanung
Stadtschulamt – Stadt Frankfurt am Main

Harald Heußer
Leiter Projektbereich Bildung
Amt für Bau und Immobilien – Stadt Frankfurt am Main

Vorstellung der Entwürfe:
Ruben Lang & Joachim Raab
Vertretungsprofessoren Fachgebiet Entwerfen und Gebäudelehre
Fachbereich Architektur der Technischen Universität Darmstadt

Ausstellungszeitraum & Ort
05. bis 20. Juli 2018
Atrium der Bauaufsicht Frankfurt
Kurt-Schumacher-Straße 10
60311 Frankfurt am Main

zur Liste