Ausstellung der Masterabschlussarbeiten

20.01.2020

Ausstellung der Masterabschlussarbeiten

des Wintersemesters 2019/20 am Fachbereich Architektur

Vom 24. bis 28. Februar 2020 präsentieren 85 Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt ihre Abschlussarbeiten in den Bereichen Hoch- und Städtebau.

Folgende Themen wurden bearbeitet:

TUE WHO

Hrsg. vom Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung (Prof. Dr. Annette Rudolph-Cleff)

TUE WHO. Foto: FG Entwerfen und Stadtentwicklung
TUE WHO. Foto: FG Entwerfen und Stadtentwicklung
Ausstellungsansichten – © FB15
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Ausstellungsansichten

Im Rahmen der Masterthesis soll ein städtebaulicher Rahmenplan als Gesamtkonzeption für Tübingens Stadtteil Waldhäuser Ost erarbeitet werden.

Der am nördlichen Rand gelegene Stadtteil liegt derzeit im Fokus der Tübinger Stadtentwicklung, denn diese zu großen Teilen in den 1970er Jahren realisierte Großsiedlung ist in die Jahre gekommen. Waldhäuser Ost besteht im Kern aus großen Geschoßwohnungsbauten, die aufgelockert im Freiraum konfiguriert sind. Eine breite Ringstraße mit Sackgassen-Stichstraßen und großflächigen Parkplätzen erschließt die Siedlung. Gemeinschaftsflächen und –nutzungen sind unterrepräsentiert, und werden – wo vorhanden – wenig frequentiert. Wie zahlreiche Großsiedlungen der 1960er und 1970er Jahre in Deutschland, die unter dem Paradigma der autogerechten Stadt und zur Bekämpfung der damaligen Wohnungsnot errichtet wurden, mutet Waldhäuser Ost an wie eine monofunktionale Schlafstadt. Handlungsbedarf besteht auf allen Feldern: Sozialstruktur, Nutzungsangebot, Versorgungs- und Gewerbestruktur, Bausubstanz, Freiraumqualität und nicht zuletzt Mobilität bzw. Vernetzung.

Ausstellungsort: Kleiner Zeichensaal (1. OG, Raum 111)

Präsentation in Tübingen: 10. März 2020 im Technisches Rathaus

six feet under | ashes to ashes – Friedhof der Weltreligionen

Hrsg. vom Fachgebiet Entwerfen und Raumgestaltung (Prof. i.V. Dr. Tom Schoper)

Tom Schoper / Oliver Legat: six feet under, 2019, Collage unter Verwendung des Gemäldes: Der Leichnam Christi im Grabe, Hans Holbein der Jüngere, 1521-22
Tom Schoper / Oliver Legat: six feet under, 2019, Collage unter Verwendung des Gemäldes: Der Leichnam Christi im Grabe, Hans Holbein der Jüngere, 1521-22
Ausstellungsansichten – © FB15
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Ausstellungsansichten

»Wenn wir im walde einen hügel finden, sechs schuh lang und drei schuh breit, mit der schaufel pyramidenförmig aufgerichtet, dann werden wir ernst, und es sagt etwas in uns: Hier liegt jemand begraben. Das ist architektur.« Adolf Loos, Architektur, 1910

Die Entwurfsaufgabe »six feet under | ashes to ashes« befragt das Verhältnis von uns Lebenden zum Tod unter dem Aspekt der Unterschiedlichkeit der Trauerriten in den verschiedenen Weltreligionen. Aufgabe ist die Neuordnung / Ergänzung des Heidefriedhofs in Dresden unter Einbeziehung neuer Gebäude für die unterschiedlichen Trauerkulturen der Weltreligionen wie auch der nichtreligiösen Bestattungszeremonien inkl. Aussegnungs- bzw. Abschiedshallen. Im weiteren soll auf dem Friedhof ein Krematorium entstehen. Neben dem Nachdenken über die innenräumlichen Qualitäten dieses Gebäudes ist die Frage nach Vernetzung des Gebäudes mit der »unvollständigen« Gesamtanlage des Heidefriedhofes ein wichtiger Bestandteil des Entwurfes.

Die Reflexion zum Umgang einer Gesellschaft mit Tod, Abschied und Gedenken und ihre räumlicharchitektonische Übersetzung in Vergangenheit und Gegenwart sind grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Bearbeitung der Aufgabe. Dabei kommt dem konzeptionellen Gesamtansatz, der »architektonischen Idee«, eine basale Bedeutung zu. Unter welchen Voraussetzungen ist ein Friedhof auch heute noch der Ort der Auseinandersetzung mit Leben und Tod?

Ausstellungsort: Coopsaal (2.OG)

Montsouris

Hrsg. vom Fachgebiet Entwerfen und Baugestaltung (Prof. Wolfgang Lorch)

Die Masterthesis Montsouris setzt sich mit dem Thema Wohnen im Süden von Paris auseinander. Vor dem Hintergrund der allgegenwärtigen Bodenfrage, soll durch die Entwürfe untersucht werden, inwiefern auch Infrastrukturgebäude wie das Reservoir de Montsouris einen angemessenen Rahmen für zukünftige Wohnungsbauprojekte sein können. Einerseits interessiert hierbei das Spannungsfeld zwischen urbaner Dichte, sozialer Durchmischung und der zu entwerfenden Gemeinschaft. Andererseits ist das Verhältnis von halböffentlichen Freiflächen und öffentlichen Erdgeschossnutzungen zum Gesamtvolumen, das durch das große Raumprogramm gegeben ist, zu hinterfragen. Nicht zuletzt wird die Verknüpfung von Architektur und Freiraum einen entscheidende Rolle beim Entwerfen spielen.

Ausstellungsort: Pabstsaal (2. OG)

Ausstellungsansichten – © FB15
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Ausstellungsansichten

Freie Masterthesen

Eric Göbel: Modernisierung der Villa Schott – Die virtuelle Realtität (VR) als Moderationswerkzeug in der Modernisierungsplanung denkmalgeschützter Architektur
Prof. Dr. Franziska Lang / Prof. Christoph Kuhn

Lufeng Zhu:Robo-Sheets Light-Weight Structures Based on Robot-Aid Sheet Expansion
Prof. Dr. Oliver Tessmann

Roger Winkler:Creative Crowd
Prof. Dr. Oliver Tessmann

Ausstellungsort: Kleiner Zeichensaal (1. OG, Raum 111)

Informationen

Öffnungszeiten:
Montag, 24. bis Freitag, 28. Februar 2020
von 8 bis 20 Uhr

Fachbereich Architektur
Gebäude L3|01
El-Lissitzky-Straße 1
64287 Darmstadt

Feierliche Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen

Freitag, 21. Februar 2020, um 17.00 Uhr
Max-Guther-Hörsaal (Raum 93)
El-Lissitzky-Straße 1
Campus Lichtwiese der TU Darmstadt
Die Festrede hält Prof. Dr. Franziska Lang.

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