Block Beuys

14.02.2020

Block Beuys

Ein virtueller Rundgang zum 50. Jubiläum

Ein Projekt des Fachgebiets Digitales Gestalten der TU Darmstadt mit dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt, gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Foto: FG Digitales Gestalten
Foto: FG Digitales Gestalten

Im April 1970 installierte der Künstler Joseph Beuys (1921-1986) seinen »Block Beuys« im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Anlässlich des 50. Jubiläums dieses weltweit größten, erhaltenen Werkkomplexes, beleuchtet die Ausstellung „Kraftwerk Block Beuys“ den Zusammenhang ausgewählter Werke und Beuys‘ Aktionen. In sieben Räumen schuf Beuys ein faszinierendes Künstlermuseum im Museum. Um diese Bereiche auch Besucher*innen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit nahe zu bringen, erarbeitet das Fachgebiet Digitales Gestalten unter der Leitung von Dr.-Ing. Marc Grellert in Kooperation mit dem Hessischen Landesmuseum einen virtuellen Rundgang. Auf einem Touchscreen-Monitor können hierüber 360°-Aufnahmen der Räume, welche im Museum nicht barrierefrei zugänglich sind, virtuell besucht werden. Ausgewählte Objekte sind mit Zusatzinformationen, Bild- oder Videomaterial versehen. Beispielsweise sind historische Filmaufnahmen des Künstlers an einzelnen Objekten abrufbar.  Interviews erläutern zusätzlich ausgewählte Kunstwerke Beuys’. Das Projekt wird gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

In einem zweiten Schritt sollen die Räume auch mit Virtual-Reality-Brillen begehbar werden. Personen, die nicht nach Darmstadt kommen können oder Menschen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten bietet dies die Chance, Raum und Kunstwerke in ihrer Original-Aufstellung zu erleben. 

In dem Projekt soll darüber hinaus prototypisch gezeigt werden, wie Räume und Kunstwerke nach bestimmten Abfragekriterien, wie z. B. Entstehungszeit oder dargestellter Inhalt, gefiltert und dementsprechend ausgegeben werden können. Das könnte dann auch weitere Beuys-Räume (z. B. in der Neuen Galerie Kassel oder herausragende Beuys-Sammlungen wie in Krefeld, Düsseldorf, Stuttgart oder Berlin) einschließen. Die Vision ist, alle Beuys-Räume mit ihren Kunstwerken beliebig kombinierbar und virtuell besuchbar zu machen. Das Projekt soll diese Möglichkeiten prinzipiell illustrieren und die Potenziale einer neuen virtuellen Erfahrung musealer Objekte in ihrem räumlichen Kontext ausloten. Nach diesen Vorarbeiten besteht die Absicht, die oben skizzierte Vision in einem größeren, noch zu beantragenden Forschungsprojekt gemeinsam mit dem Landesmuseum und anderen Partnern zu realisieren.

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