Forschung

Laufende Forschungsvorhaben

Die beteiligten Fachgebiete bearbeiten eine Vielzahl laufender Forschungsprojekte, die aktuelle Herausforderungen und zukünftige Potenziale urbaner Räume untersuchen. Am UDP reichen die Themen von inklusiven Stadtquartieren im Design für Alle, über das Potential der Innenstädte als „therapeutische Landschaften“ bis hin zum DFG Heisenberg-Projekt zur gesundheitsfördernden Stadtgestaltung. Am EST stehen die digitale urbane Resilienz im Rahmen von EmergenCITY sowie neue Formen der Aktivierung öffentlicher Räume im Fokus, etwa im Projekt Playce.

Designing Resilience in Asian Cities

Der internationale Wettbewerb und das Symposium „Designing Resilience in Asian Cities (DRIA)“ wurden 2014 von der National University of Singapore ins Leben gerufen, um eine fundierte Diskussion über innovative Ideen zur Stärkung der Resilienz und der Nachhaltigkeit im Pazifisch-Asiatischen Raum anzuregen. Dieses Programm, das zehn Universitäten verbindet, sucht die kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Urbanisierung.

Seit mehr als zehn Jahren werden an unterschiedlichen Aufgaben vorausschauende architektonische und stadtplanerische Konzepte ebenso wie innovative Technologien entwickelt, um die Resilienz städtischer Gemeinschaften zu stärken. Im jährlichen Turnus werden die Wettbewerbsaufgaben von den Universitäten bearbeitet und im Rahmen eines internationalen Symposiums vorgestellt. Aus den Design-Projekten und den begleitenden wissenschaftlichen Reports sind viele Anregungen und Erkenntnisse entstanden, die unsere Diskussion um Resilienz bereichert haben.

Beteilige Universitäten: National University of Singapore, Cept University (Gujarat, India), Bangladesh University of Engineering and Technology (Bangladesh), Institut Teknologi Bandung (Indonesia), RMIT University (Australia), National Cheng Kung University (Taiwan), South China University of Technology (Guangzhou, China), Université de Montréal (Canada), Louisiana State University (USA).

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Bild: EST

Designing Resilience – Awards for the TU Darmstadt Team

Das Team der TU Darmstadt hat zwischen 2014 und 2025 zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhalten, darunter wichtige Ehrungen von Greentec, BMBF, NUS Singapore, dem Athene-Preis, AESOP und Designing Resilience Global.

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OF-Sites – Schools as Explorative City Sites

OF-Sites – Schools as Explorative City Sites untersucht Schulen als urbane Schlüsselräume jenseits ihrer institutionellen Bildungsfunktion anhand spezifischer Raumnutzungsmuster von Jugendlichen. Im Projekt werden Jugendliche in Offenbach mittels co-kreativer Mappings, Szenarienwerkstätten und Stadtspaziergängen systematisch in Forschungs- und Planungsprozesse eingebunden. Ziel ist es, ihre bislang marginalisierten Perspektiven von Jugendlichen sichtbar zu machen und als Ressource für inklusive und resiliente Stadtentwicklung zu nutzen.

Das Vorhaben verbindet Spitzenforschung mit praxisnahen Wissenstransfers imOpen-City-Ansatz, um Inventionen und Erkenntnisse in die Stadtöffentlichkeit zurückzuspielen. Damit leistet OF-Sites einen Beitrag zur theoretischen wie praktischen Weiterentwicklung partizipativer Stadtplanung, stärkt die Innovationsfähigkeit urbaner Transformationsprozesse und zeigt die Potenziale von Gestaltung als Medium zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft auf.

Das Projekt wird unterstützt durch das Förderprogramm DATIpilot des Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt(BMFTR) und ist Teil der Innovationscommunity Transformation by Design (TraFoDes).

Loewe-Zentrum EmergenCITY

Das Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung ist seit 2020 aktiv im LOEWE-geförderten Forschungsverbund emergenCITY – Die digitale resiliente Stadt, der Grundlagen, Methoden und Lösungen für resiliente digitale Städte erforscht. Der Schwerpunkt liegt auf Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), die in Krisensituationen autonom reagieren und sich anpassen können. Das Fachgebiet verfolgt dabei einen integrativen Ansatz, der technische Lösungen mit sozialräumlichen Instrumenten auf Gebäude-, Quartiers- und Stadtebene verknüpft. IKT sind dabei sowohl Teil kritischer Infrastrukturen als auch des städtischen „Nervensystems“; die Forschung adressiert die Verwundbarkeit digital vernetzter Städte und Strategien zur Erhöhung ihrer Resilienz gegenüber Naturereignissen, technischem Versagen, Gewalt oder Terror. Unterschiedliche Ebenen werden berücksichtigt – von Drohnen und Rettungsrobotern bis hin zu Informations- und Kommunikationssystemen in Alltag und Krisenbewältigung. Dabei liegt der Kern der Resilienz nicht allein in der Technologie, sondern in Stadt und Gesellschaft – politisch, sozio-ökonomisch und kulturell.

Das Fachgebiet koordiniert das Forschungslabor eHUB und begleitet die aktuellen Reallabor-Versuche in der Darmstädter Innenstadt.

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Ausgewählte Publikationen unserer Forschungsgruppe

Unsere Forschungsgruppe unter der Leitung von Prof. Rudolph-Cleff veröffentlicht ihre Forschungsergebnisse aktiv im Rahmen des EmergenCITY-Konsortiums.

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Playce – Spielangebote im öffentlichen Raum

Durch die Verstädterung fehlen Kindern zunehmend frei zugängliche Räume für selbstbestimmtes Spielen, während digitale Medien immer mehr Aufmerksamkeit binden. Gleichzeitig bieten viele normierte Spielplätze zwar Sicherheit, aber wenig Anregung, Identität oder Einbindung in die Nachbarschaft. Das Kooperationsprojekt mit dem Jugendamt der Stadt Neuss untersucht daher, wie heutige Spielräume gestaltet sein müssen, um Kinder und Jugendliche zum Spielen, zur Bewegung und zum sozialen Austausch einzuladen.

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Urban Community Mental Health (UCoMH)

Im Rahmen des Forschungsprojektes fokussiert sich die Juniorforschungsgruppe auf ursächliche Zusammenhänge zwischen der psychischen Gesundheit von verschiedenen Communities und der Gestaltung und Nutzung von Innenstädten. Dabei sollen Ansätze abgeleitet werden, die das psychische Wohlbefinden in Innenstädten fördern.

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Urban Design and Health

Diese DFG-Heisenberg-Förderung unterstützt den weiteren Aufbau von exzellenten Forschungs- und Lehrkapazitäten an der TU Darmstadt, um Gesundheitsfragen in urbanen Agglomerationen aus der Perspektive der Stadtgestaltung und -planung sowie in interdisziplinären Teams mit Umweltpsychologen und Neurowissenschaftlern zu bearbeiten.

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Design für Alle in der nachhaltigen Stadtentwicklung

Bild: Projekt-Cover: Fachgebiet Entwerfen und Stadtplanung, büro grauwert, Landeshauptstadt Wiesbaden, 2025

Diese Forschungskooperation zielt darauf ab „Inklusion“ als Zielqualität in der Entwicklung von nachhaltigen Stadtquartieren zu verankern. Zu diesem Zweck werden Konzepte und Handlungsfelder der inklusiven Stadtgestaltung definiert, Impulse durch gute Beispiele gesetzt, und anschaulich für die Anwendung in der Planungspraxis aufbereitet. Es entstehen konkrete Handlungsempfehlungen für einen laufenden städtebaulichen Entwicklungsprozess für ein „inklusives 15-Minuten Quartier“ um den Bahnhof in Biebrich. Ein bisher wenig beachteter Hebel liegt im „Design für Alle“, ein Ansatz der versucht Spezial- und Insellösungen zu vermeiden und die attraktiven Mehrwerte für alle Menschen – wie Komfort, einfache Nutzbarkeit, Zugänglichkeit und gute Gestaltung – auslotet. Im Projekt kooperieren die Landeshauptstadt Wiesbaden mit dem Fachgebiet Entwerfen und Stadtplanung der TU Darmstadt und grauwert, dem Büro für Inklusion und demografiefeste Lösungen aus Hamburg.

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