Ankündigung: Tagung – Designing Resilience
15.12.2025
Anlass – Gründung des Kompetenzzentrums Resiliente Stadt und Internationaler Wettbewerb Designing Resilience Global 2026
Das im November 2025 neu gegründete Kompetenzzentrum am Fachbereich Architektur will den spezifischen Beitrag von Architektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur zur urbanen Resilienz erforschen und vermitteln. Ziel ist, die verschiedenen Bausteine resilienter Anpassung mit integrierten räumlichen Gesamtkonzepten zu verbinden. Architektonische wie landschaftsarchitektonische Entwürfe dienen dabei als forschende Strategie für Lösungen, die auch emotionale Aspekte berücksichtigen und etwa der Angst vor Katastrophen ein Gefühl von Geborgenheit entgegensetzen.
Der internationale Wettbewerb „Designing Resilience in Asian Cities (DRIA)“ wurden 2014 von der National University of Singapore ins Leben gerufen, um eine fundierte Diskussion über innovative Ideen zur Stärkung der Resilienz und der Nachhaltigkeit im Pazifisch-Asiatischen Raum anzuregen. Dieses Programm, das zehn Universitäten verbindet, sucht die kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Urbanisierung. Seit mehr als zehn Jahren werden an unterschiedlichen Aufgaben vorausschauende architektonische und stadtplanerische Konzepte ebenso wie innovative Technologien entwickelt, um die Resilienz städtischer Gemeinschaften zu stärken. Inzwischen läuft dies unter dem Titel "Designing Resilience Global“. Der Fachbereich Architektur der TU Darmstadt mit dem Fachgebiet Entwerfen und Stadtplanung (Prof. Dr. Annette Rudolph-Cleff) nimmt seit dem Beginn an dem Wettbewerb erfolgreich teil. In 2026 wird dies durch das neu gegründete Kompetenzzentrum Resiliente Stadt unterstützt.
Die kompakte Veranstaltung versucht verschiedene Aspekte städtischer Resilienz aufzuzeigen. Sie dient einerseits der Vorbereitung der Studierenden, die an dem Wettbewerb 2026 teilnehmen, ist aber auch offen für andere Interessierte aus den Bereichen Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur und sonstigen Disziplinen, die sich mit nachhaltiger Stadtentwicklung und resilienter Stadt beschäftigen.
Resiliente Stadt
Resilienz ist für Städte zu einem wichtigen Thema geworden. Der Klimawandel, die Pandemie, Terroranschläge und der Kriege sind erhebliche Herausforderungen für Städte und deren Weiterentwicklung. Bei urbaner Resilienz geht es nach UN-Habitat um „die messbare Fähigkeit eines jeden städtischen Systems mit seinen Einwohnern, trotz aller Schocks und Belastungen Kontinuität zu wahren und sich gleichzeitig positiv anzupassen und in Richtung Nachhaltigkeit zu wandeln“.
Resilienz lässt sich nicht eindeutig und umfassend definieren. Verschiedene Gefahren, Krisen oder Risiken erfordern unterschiedliche Anpassungsstrategien und Transformationen. Resilienz Strategien unterscheiden sich je nach geographischer Lage, politischem Kontext, wirtschaftlichen Ressourcen und kulturellen Faktoren. Das bedeutet auch, dass Resilienz multidimensional ist.
Bei uns steht oft die technische Dimension im Vordergrund, z. B. bei der Betrachtung der kritischen Infrastruktur. Aber auch wenn es um die Funktion und Krisensicherheit z. B. der Wasserversorgung und Entsorgung, der Verkehrs-, der Energie- und Informationsinfrastruktur geht, braucht es immer gesellschaftliche Diskurse und Abstimmungen der unterschiedlichen Interessen städtischer Akteure. Resilienz wird nicht allein technisch, sondern auch sozial konstruiert. Gesellschaftliche Akzeptanz von Maßnahmen z. B. zur Klimaanpassung steigt, wenn dadurch auch die Attraktivität eines städtischen Raumes und damit die Lebensqualität für die Menschen erhöht wird.
Fokus auf drei Themenbereiche mit drei Vorträgen und Diskussionen.
- „Resiliente Stadt“ – Dimensionen einer Herausforderung
- Forschung zur „Resilienten Stadt“
- Beiträge von Architektur und Landschaftsarchitektur zur „Resilienten Stadt“
Das genaue Programm folgt im Januar 2026. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Veranstaltungsort ist der Fachbereich Architektur der TU Darmstadt (Campus Lichtwiese) Kontakt für weitere Informationen Prof. Dr. Jörg Dettmar Kompetenzzentrum Resiliente Stadt.