»Are there any new Questions anymore?«

Tuesday Night Live ist eine Veranstaltungsreihe an der Technischen Universität Darmstadt, in der Wissenschaftler*innen und Architekt*innen ihre aktuellen Projekte mit Studierenden, Lehrenden und allen Interessierten teilen und diskutieren. Jede »Staffel« von Tuesday Night Live hat eine vorgegebene Anleitung, einen Satz an Regeln oder Fragen, die von den ausgewählten Gästen mit unterschiedlichen Inhalten gefüllt werden.

Für die zweite Staffel hat die New Yorker Künstlerin Emily Shanahan eine Gesprächsleitfaden zusammengestellt: »Die Fragen wurden aus psychologischen Fragebögen, Regierungsumfragen, professionellen Interviews mit Architekten, Persönlichkeitsquizzen und Vorstellungsgesprächen übernommen. Sie folgen etablierten Mustern der Informationsgewinnung, die darauf abzielen, „Typen“ von Personen zu identifizieren. Aus dem Kontext gerissen und neu kombiniert, fordern diese Fragen ein Denken jenseits normativer Logiken. Indem sie mit den Konventionen des Wissensaustauschs spielen, fragen sie letztlich: Gibt es überhaupt noch neue Fragen?«

Staffel 2 —2021/22

Dienstags, 19:00 CET

08.06.2021 Ines Weizman

22.06.2021 Elis Mendoza Mejia

29.06.2021 Sophie Hochhäusl

11.01.2022 Esther Choi

25.01.2022 Fabienne Hoelzel (wird auf Deutsch stattfinden)

08.02.2022, 10:00 Early Bird Episode Johanna Meyer-Grohbrügge (wird auf Deutsch stattfinden)

15.02.2022 Gili Merin

08.03.2022 Cristina Goberna

26.04.2022 Eva Franch i Gilabert – Termin entfällt!

Live auf Instagram @atw_architekturtheorie

#ATWTuesdayNightLive #AreThereAnyNewQuestionsAnymore

Aktuelle Folge

Episode 8

Cristina Goberna ist eine in New York und Barcelona lebende Architektin, Kritikerin, Pädagogin und Gründerin von Architectural Agonism, Epic Architecture und The Destitute Institute. In ihrer Arbeit erforscht sie durch Gebäude, Texte, Fotografie und Pädagogik das Potenzial des Agonismus, Themen zu enthüllen, die von der Architektur oft übersehen werden. Sie ist Doktorandin an der European Graduate School in der Schweiz in der Abteilung für Philosophie, Kunst und kritisches Denken und am ETSAB in Barcelona, wo sie eine Dissertation über die Architektur des Begehrens schreibt. Nach Lehrtätigkeiten an der Columbia GSAPP, der Sydney UTS, dem MIT, der Cooper Union und dem Royal College of Art ist sie derzeit Professorin an der BAU, Escola de Diseny, Barcelona und außerordentliche Professorin für Praxis an der Universität Illinois.

Archiv

Episode 1

Ines Weizman ist Leiterin des PhD-Programms an der School of Architecture, Royal College of Art, London. Sie ist außerdem Gründungsdirektorin des Centre for Documentary Architecture (CDA), einem interdisziplinären Forschungskollektiv aus Architekturhistoriker*innen, Filmemacher*innen und digitalen Technolog*innen. Ines Weizman war die Herausgeberin von „Dust & Data: Traces of the Bauhaus across 100 Years“ (Spector Books, 2019) und „Architecture and the Paradox of Dissidence“ (Routledge, 2014). Sie hat auch an Ausstellungen und Installationen wie „Repeat Yourself: Loos, Law, and the Culture of the Copy“, ausgestellt auf der Architekturbiennale in Venedig 2012, sowie in Wien und New York. Weitere Forschungs- und Ausstellungsprojekte sind „Celltexts: Books and Other Works Produced in Prison“ (2008, mit Eyal Weizman). 2019 kuratierte sie zusammen mit dem CDA die Ausstellung „The Matter of Data“, die in Weimar, Tel Aviv und Berlin gezeigt wurde.

Episode 2

Elis Mendoza ist Architektin und Forscherin und lebt in New York City/Mexiko City. Sie ist Doktorandin in Architekturgeschichte und -theorie an der Princeton University. Elis arbeitet an der Schnittstelle zwischen gebautem Raum, Erinnerung und Menschenrechten mit einem besonderen Fokus auf Städte nach Konflikten. Ihre Forschung verfolgt die Geschichte der architektonischen Expertise innerhalb der beginnenden humanitären Regierung der 1970er Jahre parallel zu den häufigeren architektonischen Geschichten von Entwicklung und Technologie. Ihre Arbeit wurde vom Paul Mellon Centre, dem Program for Latin American Studies in Princeton, der Open Society, dem mexikanischen Nationalrat für Wissenschaft und Technologie (CONACYT) und UN Women unterstützt.
Elis' zweiter Tätigkeitsschwerpunkt nutzt ihre Erfahrung als Forscherin der Menschenrechtsgeschichte und ihre Ausbildung in forensischer Architektur, um eng mit Gemeinden zu arbeiten, die im Zentrum von Menschenrechtsverletzungen stehen, um neue juristische Narrative um Ereignisse zu schaffen, die systemische Unterdrückung und staatliche Vernachlässigung sichtbar machen. Sie hat in Mexiko und Guatemala als Expertin für forensische Architektur gearbeitet und präsentierte ihre Arbeit 2016 vor dem Obersten Gerichtshof Guatemalas im Sepur Zarco Prozess.
Ihre Arbeit wurde unter anderem bei Avery Review, Art Papers, The Funambulist und Dc Papers veröffentlicht.

Episode 3

Sophie Hochhäusl ist Assistenzprofessorin für Architekturgeschichte und -theorie an der Stuart Weitzman School of Design und Mitglied des Leitungsgremiums für den Studiengang Gender, Sexuality and Women's Studies. Im akademischen Jahr 2021-2022 ist sie außerdem Alexander von Humboldt-Forschungsstipendiatin an der TU Darmstadt und dem Münchner Zentrum zur Dokumentation der Geschichte des Nationalsozialismus. In ihrer Arbeit interessiert sich Professor Hochhäusl für moderne Architektur und urbane Kultur mit einem Fokus auf räumliche Geschichten der Dissidenz- und Widerstandsforschung, Queer Theory und Gender Studies sowie Arbeitstheorie.

Episode 4

Esther Choi ist eine koreanisch-kanadische multidisziplinäre Künstlerin und Architekturhistorikerin, die sich für die technologisierte natürliche Welt interessiert. In ihrer künstlerischen, schriftstellerischen und wissenschaftlichen Arbeit untersucht sie, wie Konzepte von Natur, Identität und Vorstellungen vom Menschlichen durch weltgestaltende Praktiken geformt wurden und werden. Sie interessiert sich auch für die Überschneidungen zwischen Repräsentation und dialogischer Ästhetik. Zu ihren jüngsten Arbeiten gehören „Le Corbuffet“, ein Künstlerbuch, das die Form eines Kochbuchs annimmt, und „Office Hours“, eine sozial engagierte Initiative, die den Austausch von Wissen über Weltgestaltung unter Künstlern fördert, die sich als Schwarze, Indigene und People of Color identifizieren. Ihre Essays wurden in Artforum, Architectural Review, E-Flux Architecture, Art Papers und SSENSE veröffentlicht.

Episode 5

Fabienne Hoelzl ist Gründerin und Leiterin von #FabulousUrban. Sie ist Professorin für Städtebau an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Episode 6

Johanna Meyer-Grohbrügge ist Architektin und Professorin an der TU Darmstadt für Architektur und Raumgestaltung. Nach ihrem Abschluss an der ETH Zürich arbeitete sie fünf Jahre lang für SANAA in Tokio, bevor sie 2010 ihr Büro June14 Meyer- Grohbrügge & Chermayeff und 2015 MEYER-GROHBRUEGGE gründete, beide mit Sitz in Berlin. Johanna hat an verschiedenen Institutionen gelehrt, u.a. an der columbia gsapp, der northeastern university boston, der washington university st. Louis und dem DIA Dessau. In ihren Büros und Lehrveranstaltungen beschäftigt sie sich mit der Suche nach räumlichen Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit.

Episode 7

Gili Merin ist Architektin und Fotografin und lebt in London, Wien und Tel Aviv. Sie ist kommissarische Leiterin des Lehrstuhls für Geschichte und Theorie der Architektur am Royal College of Arts und war zuvor Diploma Unit Master am AA. Ihre Dissertation „Towards Jerusalem: The Architecture of Pilgrimage“ (betreut von Pier Vittorio Aureli und Maria S. Giudici) untersucht Strukturen des spirituellen Reisens unter Verwendung der Fotografie als Gestaltungsmittel.

Tuesday Night Live ist eine Veranstaltungsreihe des Fachgebiets Architekturtheorie und -wissenschaft am Fachbereich Architektur (@fb15architektur) der Technischen Universität Darmstadt und wird von der Sto-Stiftung (@stostiftung) unterstützt. Design von Moritz Ebeling.