Master
Semesterprogramm

Sommersemester 2026

Vorlesung Fachmodul A – Master

Modul: 15-02-7500

CP: 2

Lehrende: Lehrende der Fachgruppe A und Gäste

Beginn: Dienstag, 14.04.2026, 11:40 Uhr

Ort und Zeit: Hörsaal A93, dienstags 11:40-13:20 Uhr

Thema der Fachmodulvorlesung A im SoSe 26 ist Digitalität, also gesellschaftliche und kulturelle Wandlungen infolge des technischen Prozesses der Digitalisierung. Welche Auswirkungen haben Innovationen wie KI und künstlich erzeugte Bildwelten auf andere Lebensbereiche, z.B. Recht, Kreativität, Lehre und Studium, Bildende Kunst und Architektur? Gab es schon Vorformen der Digitalität, bevor es Computer gab? Wie verändert sich die Wahrnehmung ursprünglich an materielle Bildträger (z.B. Glasdias) gebundener Fotografien, wenn diese nachträglich digitalisiert werden? Welche Rolle spielt ein auf Daten fixierter Überwachungskapitalismus als Antreiber und Nutznießer der Digitalisierung?

In einer Vorlesungsreihe werden verschiedene Blickwinkel auf dieses Phänomen präsentiert. Im Anschluss wird eine Fragestellung formuliert, die von den Studierenden in Form eines (wissenschaftlichen Kriterien genügenden) Artikels mit Bezug auf die Vortragsthemen beantwortet werden soll. Die schriftliche Abgabe dieser Texte (digital als pdf in Moodle) erfolgt bis Ende Juni (Prüfungsdatum).

Die Vorträge werden in Deutsch oder Egehalten, wobei eine simultane oder ergänzende Übersetzung in der jeweils anderen Sprache zur Verfügung gestellt wird. Die Abgaben können in deutscher oder englischer Sprache erfolgen.

Fachmodul A / Wahlfach

Modul: 6441/7701

CP: 3

Lehrender: Dr. Matasha Mazis

Einführungsveranstaltung: wird baldmöglichst hier bekannt gegeben

Ort und Zeit: wird baldmöglichst hier bekannt gegeben

Fachmodul A / Wahlfach

Das Seminar wird im RMU-Verbund zusammen mit dem Institut für Altertumswissenschaften, Universität Mainz angeboten

Modul: 7702

CP: 3

Teilnehmendenzahl: 9

Lehrende: Prof. Dr.-Ing. Clemens Brünenberg, PD Dr. Marion Bolder-Boos (TU Darmstadt) / Dr. Patrick Schollmeyer (JGU Mainz)

Einführungsveranstaltung: Freitag, 17.04.2026, 10:00 Uhr

Termine der Blockveranstaltungen:
08. Mai, 10:00-15:30 Uhr, JGU Mainz
29. Mai, 10:00-15:30 Uhr, TU Darmstadt
19. Juni, 10:00-15:30 Uhr, TU Darmstadt
Achtung: Der zweite Blocktermin findet entgegen der Ankündigung auf TUCAN am 29. Mai statt.

Antike Skulpturen haben in ihrem Lebenszyklus zumeist unterschiedliche Aufstellungskontexte. So wurden sie nach ihrer Herstellung zumeist für einen bestimmten Zweck erworben und platziert. Beispielsweise in öffentlichen Gebäuden, Thermen, öffentlichen Plätzen oder auch Privathaushalten. Dieser Kontext änderte sich bereits in der Antike mehrfach – aber auch in ihrem nachantiken Leben erfuhren wiedergefundene Skulpturen oft verschiedene Aufstellungen, nicht zuletzt die museale. Da viele Skulpturen einzelne und natürlich auch einzigartige Originale sind, war eine insbesondere in den vergangenen Jahrhunderten weit verbreitete Technik diejenige, Gipsabdrücke von solchen Originalen anzufertigen, um auch in archäologischen Sammlungen an den Universitäten diese Objekte studieren zu können. Mittlerweile sind solche Gipsabdrücke häufig auch wieder historische Objekte mit einem bewegten Lebenszyklus.

Im Seminar betrachten wir zusammen mit der Klassischen Archäologie der Universität Mainz genau diesen Lebenszyklus anhand dreier ausgewählter Objekte der Mainzer Gipsabdrucksammlung. Es werden Fragen aufgeworfen zu Kontext und Geschichte der Originale sowie zu Aufstellungskontexten der Gipsabdrücke. Der Zugang zu den Objekten erfolgt sowohl auf theoretische als auch praktische Weise. So wird es eine wichtige Aufgabe darstellen, neben der historischen Kontextualisierung die Mainzer Objekte dreidimensional zu dokumentieren und für eine Ausstellung im Spätsommer/Herbst vorzubereiten.

Zusätzliche Informationen:
Das Seminar findet im RMU-Verbund statt. Es wird in interdisziplinären Gruppen aus Archäologie- und Architekturstudierenden in Blockterminen zusammengearbeitet. Die Blocktermine sind neben der Einführungsveranstaltung in der ersten Semesterwoche folgend angesetzt:

1. Block:
Ort: Mainz
Datum: 08. Mai
Inhalt: 3D-Aufnahme der Gipse

2. Block:
Ort: Darmstadt
Datum: 22. Mai
Inhalt: Vorstellung des historischen Kontextes der Objekte

3. Block:
Ort: Darmstadt
Datum: 19. Juni
Inhalt: Ausstellungsworkshop

Heiligtum in Stratos (Akarnanien) (Foto: Καραίσκος Τάσος, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)
Heiligtum in Stratos (Akarnanien) (Foto: Καραίσκος Τάσος, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Fachmodul A / Wahlfach

Das Seminar wird im RMU-Verbund zusammen mit dem Institut für Altertumswissenschaften, Universität Mainz angeboten

Modul: 7703

CP: 3

Teilnehmendenzahl: 12

Lehrende: Dr. Anna-Lena Krüger (TU Darmstadt) / Dr. Anne Sieverling (JGU Mainz)

Einführungsveranstaltung: Freitag, 17.04.2026, 10:00-14:00 Uhr, online

Blockveranstaltung: 18.-19. August 2026, ganztags in Mainz

Aus archäologischer Perspektive gehört das antike Westgriechenland zu den zu den spannendsten und zugleich am wenigsten erforschten Regionen Griechenlands. Dies gilt auch für die Heiligtümer und Kultplätze dieser Region, die im Zentrum der Lehrveranstaltung stehen werden. Die Heiligtümer und Kultplätze Akarnaniens weisen eine große Vielfalt auf, die von kleinen Kultstätten bis hin zu großen Heiligtumskomplexen mit überregionaler Bedeutung reicht. Das Seminar beschäftigt sich mit der (Sakral-)Landschaft, die Rahmen und Setting bilden, der gebauten Umwelt und den verschiedenen Objekten (z.B. Keramik, Münzen, Inschriften, Terrakotten), die in diesen Heiligtümern genutzt und später gefunden wurden.

In der archäologisch-historischen Forschung werden antike Heiligtümer nicht nur als Orte der Götterverehrung, sondern auch als soziale, wirtschaftliche und kulturelle Hubs verstanden. Kult, Religion und Ritual bilden auf unterschiedlichen Ebenen einen wichtigen Bestandteil des antiken Alltags, strukturieren aber auch Momente des Besonderen. In der jüngeren Vergangenheit ist die materielle Kultur griechischer Heiligtümer wieder verstärkt in den Fokus der altertumswissenschaftlichen Forschung gerückt. Das gilt vor allem für Fragestellungen, die die griechische Religion betreffen (material turn/ post-material turn) und diese als „material phenomenon“ begreifen und „belief as a practice founded in the material world“ verstehen (Haysom u. a. 2024, 7). Neben religiösen Praktiken werden in der Veranstaltung aber auch soziale Strukturen und ökonomische Aspekte beleuchtet.

Um sich der materiellen Kultur akarnanischer Heiligtümer zu nähern und verschiedene archäologische Forschungspraktiken kennenzulernen, setzen sich die Studierenden in unterschiedlichen Lernformaten mit ausgewählten Heiligtümern, Kultstätten und Kultlandschaften in Akarnanien auseinander. Der Fokus liegt auf der Arbeit mit Fund- und Votivmaterial. Darüber hinaus vermittelt das Seminar grundlegende Fertigkeiten des archäologischen Arbeitens und führt in zentrale Quellengattungen der Klassischen Archäologie ein. Der Workshop ist eine RMU-Kooperation und wird gemeinsam mit Dr. Anne Sieverling (Institut für Altertumswissenschaften, JGU Mainz) durchgeführt.

Seminar: Von Delphi nach Darmstadt